VI. Hitzefrei und große Liebe – erster Stillstand

Gelegentlicher Begleiter schläft. Es ist Donnerstag. Marcel und ich schwitzen. Nicht von der Anstrengung vergeblicher Trüffelsuche. Uns raubt die sommerliche Hitze den Atem. Wir bewegen uns kaum. Selbst unsere Gedanken trauen sich nicht, große Sprünge zu machen. Marcels aktuell einziger Gedanke suhlt sich neben ein Nilpferd. Da ist es einigermaßen angenehm. Vielleicht vom Schatten des gewaltigen Körpers? Doch so groß und mächtig sind Nilpferde gar nicht, wenn man sich näher mit ihnen beschäftigt. Das Nilpferd, das Marcel kennt, kommt aus Afrika. Und bleibt jetzt, wo es ist. Wenn die Zeit reif ist soll es nach Paris gehen. Mannequins und Dichter müssen dahin. Marcel ist das eine. Das gar nicht so gewaltige Nilpferd hat für das andere durchaus Talent. Beide werden ihren Weg dorthin finden. Aber erst später. Im Moment ist Marcel noch eingespannt. Das gar nicht so gewaltige Nilpferd, wie unser gelegentlicher Begleiter auch, ist kein aktives Mitglied bei unserer Trüffelsuche. Marcels große Liebe (und Muse) zu sein, ist aber auch eine Aufgabe, die einen ausfüllen kann. Für Marcel und mich ist das völlig in Ordnung. Wenn nur die Hitze nicht wäre, Marcel und ich wären schon längst wieder auf der Pirsch. Und das gar nicht so gewaltige Nilpferd würde seine Trüffel bekommen.

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10 Gedanken zu “VI. Hitzefrei und große Liebe – erster Stillstand

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