Scham. Ausgerechnet bei mir. Textläuse

Vorab, diesen Text habe ich jemandem, dem ich vertrauen kann, in die Hand diktiert, in einem Extra-Ordner von den anderen Beiträgen getrennt und Euch jetzt hoffentlich lausfrei zukommen lassen. Es besteht also kein Grund zur Sorge.

ABER das gilt nur für diesen Text. Allen, die früher Kommentare zu meinen Beiträgen verfasst haben, aber auch denen, die nur einen kurzen Blick gewagt haben, muss ich sagen, es kann sein, dass ich eure Beiträge und Kommentare möglicherweise mit Läusen determiniert habe. Es tut mir unendlich leid, weil ich weiß, wie unangenehm solch ein Befall sein kann und wie hartnäckig Textläuse. Und wenn Ihr denkt, die kleinen biestigen Dinger, die sich eure Kopfhaut in der Grundschule oder sonstwo eingefangen hat, waren unangenehm, kann ich Euch nur sagen, dass verglichen mit Textläusen, Kopfläuse eine so angenehme Begleitung sind wie Mitarbeiter vom Escort-Service. So verdammt selten sind diese Viecher, ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wo ich mir die geholt haben soll. Ganz gleich, das Brennen und Jucken der geröteten Textstellen, machen das Schreiben und Lesen mittlerweile zu einer Tortur, abgesehen von Schorf und Narben, die zwischen den Zeilen zurückbleibend, keinen schönen Anblick bieten.  Und ich habe in den letzten Tagen wirklich alles probiert. Ich habe die Zeilen gründlichst gebürstet, habe sie mit speziellem Hundeshampoo (was anderes habe ich nicht gefunden) gewaschen, habe sogar besonders angegriffene Stellen einfach abges h i t en oder ganze Beiträge ausgeräuchert. Doch die Textläuse verbreiteten sich trotzdem immer weiter. Kein Spass, echt. Mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich überlege, das Texten ganz sein zu lassen und lieber was Anständiges und Sauberes zu machen. Hütchenspieler, könnte ich mir vorstellen. Aber jetzt geht es ja nicht um mich, sondern um die Leser meiner Texte, die mir vertraut haben, dass ich einwand-, humor- und lausfreie Ware liefere. Und ich habe sie alle enttäuscht. Besonders bei euch Bloggern, denen ich noch heute gefährdete Kommentare habe zukommen lassen, obwohl ich von der Gefahr wusste, Ihr Anonymen (ich schütze eure Namen, weil ich weiß, dass die Gefahr für euch bestünde, ausgegrenzt zu werden, würde ich eure Namen nennen) und all die anderen, bitte verzeiht mir und meinem Mitteilungsbedürfnis. Ich hätte sorgfältiger sein müssen und eure Gastfreundschaft und Neugier nicht so ausnutzen dürfen.

Es gibt eine Methode, die etwas rabiat ist, aber hilft. Und wenn ihr müsst, macht es: lernt all die schönen Kommentare und meine dazugehörigen genialen Beiträge auswendig und löscht dann alles. Nur so kann der Inhalt gerettet, aber die Seuche gestoppt werden.

(Ich weiß, es besteht die Gefahr, der Beitrag wird, weil so unglaublich realistisch, jetzt zu ernst genommen. Bitte, das war nur ein Spass! Bitte nicht! Bitte. Ihr kennt doch meinen Humor. Bitte nicht löschen. Löscht mich nicht, meine Existenz. Lacht, ja lacht, erkennt den Spass! War doch lustig, nicht? Du hast doch gelacht, das habe ich genau gesehen. Nein, nein, nein………… Warum musste ich ihn nur publizieren?)

 

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16 Gedanken zu “Scham. Ausgerechnet bei mir. Textläuse

  1. Herrjehmitmineh, wieso nur bin ich Ihnen so nahe gekommen? Sie wirkten so harmlos, freundlich gar. Textläuse. Das hätte ich nicht von Ihnen gedacht. Ich entferne mich kopfkratzend. Mist.

  2. Lieber Herr Hund! Ich verspüre das starke Bedürfnis, Sie hinter den Ohren zu kraulen.Mein Tag hat heute nicht gut begonnen. – jetzt ist er schon ein bisschen freundlicher! Beste Grüße, Mensch Päddra

  3. Herr Hund!! Und die anderen reizenden ,wundertollen Kommentatoren!! Dieser Blog hebt meine Laune!!! Darauf möcht ich einen heben! Prost! Freude! Frohe Grüße, Mensch Päddra

  4. Pingback: Fünfzig Schalen Earl Grey | hundstrüffel

  5. im grunde genommen sind doch die textläuse menschen wie du und ich und alle anderen hunde auch und wenn man sich erst mal an sie gewöhnt hat, möchte man ihr possierliches treiben nicht mehr missen müssen. finde ich.

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