Hau den Hund – Alles muss raus

Eines vorneweg: ich bin nicht masochistisch veranlagt. Ich weiß, das mögen jetzt einige gleich denken, wo ich dieses verführerische Angebot mache. Aber um mich geht es dabei gar nicht. Es geht um Therapie, es geht darum, dass ich dem mir geneigten Leser die Möglichkeit biete, mal so richtig über mich herzuziehen. Die Tore sind weit auf, meine Danaer. Eure Geschenke mir zur Vernichtung werden bereitwillig angenommen. Aber ich will es euch leicht machen und einen besonders miesen Satz zur Verfügung stellen, dann nehme ich die Deckung herunter und erwarte eure Nieren-, Magen- und Kinntreffer. Haut fest zu, aber seid fair! Unter der Gürtellinie und Drohnen sind nicht erlaubt.

Ansonsten seid einfach mal so richtig böse und vernichtend in euren Kommentaren.

Vielleicht winkt demjenigen, der am schönsten vernichtet mit seinen Worten, am Ende seines Lebens ja eine Belohnung. Das überlege ich mir noch.

Freigegeben ist die ganze Aktion ab 21 Jahren und richtet sich an alle, die sonst lieber Gedichte schreiben.

Gewagt ist es schon ein wenig, denn ich könnte damit die Konservenbüchse der Pandora öffnen und damit Urheber eines weltenverzehrenden Infernos sein. Lange habe ich darüber nachgedacht, der zu erwartende Spass dabei und der mögliche Gewinn für euch sind aber zu groß. Ich erwarte durch diese Aktion nichts weiter als die Rückkehr ins Paradies.

Also werft alles Böse von euch ab und kehret heim.

Und dieser kurze Satz soll euch Türöffner sein (oder Büchsenöffner, wenn es schiefläuft):

Einen Strauß duftender Wiesenblumen pflückte der kleine süße Knabe (geändert am 09.07. in Rücksicht auf tatsächliche Gegebenheiten, alternativ zu der älteren Fassung „das kleine süße Mädchen“) für seine Eltern, die es so sehr liebte.

Dann lass ich euch jetzt mal alleine. Viel Spass!

P.S. das Angebot gilt nur diese Woche!

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43 Gedanken zu “Hau den Hund – Alles muss raus

    • Da ich nächstes Jahr den Bachmann-Preis gewinnen möchte, nachdem ich erfahren habe, dass das Niveau bei diesem Wettbewerb mit jedem Jahr weiter sinken soll, also damit meine Chancen steigen, würde ich schon, besonders von Ihnen, ein wenig „Meckerei“ goutieren.

    • Das ist schon heftig, da Sie meine Liebenswürdigkeit gegen mich wenden. Sie machen es richtig und ich habe für Sie die größte Hoffnung, dass Sie am Ende dieser Teilnahme sehr weit vorne stehen werden.

    • Der nimmt seinen durch das Gesetz den ihm zustehenden Jahresurlaub. Ich bin die Vertretung (Ferienjob, ich wollte nicht immer nur Zeitungen austragen oder Eis verkaufen….hätte ich mal lieber)

  1. Eines der Probleme dieses Gedichts, verehrter Herr Hund, und ja, Probleme gibt es viele, und eben eines davon ist die Tatsache, dass es weniger sagt, als es verschweigt. Es verschweigt nämlich, dass die Blumenwiese einem verarmten Blumenbauern gehört, der aufgrund des verbrecherischen Pflückdiebstahls, den das Mädchen begangen hat und welchem auch der letzte Strohhalm zum Opfer fiel, sogar sein letztes Hungertuch verkaufen musste und nun gar nichts mehr hat, um daran zu nagen. Auch ist die Verwendung der Vergangenheitsform im Hinblick auf die Liebe des Mädchens zu seinen Eltern durchaus berechtigt, denn ja, diese besagte Liebe ist sepiafarbene Vergangenheit und hat erbittertem Hass Platz gemacht, ausgelöst durch ein verwehrtes Weihnachtsgeschenk, namentlich ein Einhorn, wobei auch das Argument der Nichtexistenz nichts mehr zu retten vermochte. Dass dieses vermeintlich süsse Mädchen seinen Eltern dennoch Blumen pflückte und zu einem Strauß band, klingt zwar trotz allem unschuldig, doch zu beachten ist diesbezüglich die Tatsache, dass es diesem Strauß auch eine kleine Menge Hundspetersilie beilegte, mit dem Hinweis, dass diese als Zutat eine ordinäre Tomatensauce zum kulinarischen Hochgenuss verwandeln würde. Natürlich vertrauten die Eltern ihrer Tochter. Und wussten (im Gegensatz zu Ihnen, Herr Hund!) auch nicht, dass die Hundspetersilie zum hundsmiserablen Tod durch Atemlähmung führt…

  2. Das Angebot gildet noch die ganze Woche? Primaschön, ich lege gleich noch ein paar Silbeneier in die Sonne und lasse sie reifen, wir lesen uns in ein paar Tagen wieder. Es wird allerdings schwer werden, die feinnuancierte Kritik des Herrn Disputnik zu überstinken. Ich sehe Herrn Hund bereits um Gnade winseln…

      • …tja, Ihre Entwaffnungstaktik mit Herrn Ärmel als Mitstreiter ging bonfortionös auf. Durch die Feinst(!)beschönwortung sind mir die Fingerkuppen gebunden, ich kann Sie einfach nicht beschümmpfen. Meine Hoffnung setzte ich jetzt auf die anderen, die ehrliche Entrüstung der Mensch Päddra liegt in meinen Augen weit vorn.

      • Nein,nein liebe Frau Knobloch,ihr Vertrauen ehrt mich,aber ich pflege auf der Zielgeraden ins Straucheln zu geraten.Und alles was ich je sagen wollte, vor lauter Aufregung zu vergessen.Meine hinteren Kleinhirnregionen… – KOMPLETT unbrauchbar..und mein Frontallappen – ein wenig ausgeleiert. Tun SIE es! Sagen Sie ihm die Wahrheit offen ins Gesicht,diesem Herrn Hund! Pffft…. – LEERSTELLEN! – GEDANKENPAUSEN!….Und das,obwohl ich auf diesen Dienstagskurs so angewiesen bin….Man könnte WIRKLICH glauben,er wolle uns hinhalten…..Bestliebe Grüße, Mensch Päddra

  3. Mein Geschenk, verehrter Herr Hund,

    jenes gewünschte Geschenk zur Vernichtung………… nicht lange musste ich überlegen, welches sich dafür am besten eignet.
    Ein wirklich wirksames Geschenk …….. da kommt nur eines in Frage! Ich schenke Herrn Hund mein schönstes Lächeln, gespickt mit noch mehr Freundlichkeit. Die schönste und wohltuendste und doch gleichzeitig vernichtendste Waffe überhaupt *lächel*

  4. Am langen Ende ist dieses Gedicht gar der verlorene Gedanke 247. Wer weiss – ich jedenfalls nicht.
    Zu Grammatik, deutscher Sprachlehre und den Grundkenntnissen der Rhethorik bezüglich dieser von Ihnen Gedicht genannten Letternsilbenwortverkettung äussere ich mich nicht. Warum? Sie würden sich sehen, mir dieses Ihr Geschenk zu überreichen und ich suche mir meine Geschenke grundsätzlich selbst aus. Sonst wirds eh nix.
    Hingegen säume ich nicht, Ihnen jetzt&sofort für die Blogverfolgerei zu danken. Hoffen Sie beim Besuch, lesen oder gugge indes nicht auf Beantwortung Ihrer etwaigen Lebensfragen oder gar Besserung dieser&jener Zustände. Dennoch: Herzlich willkommen allezeit!
    Prallsonnenheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Herr Ärmel, ich folge (was ist das überhaupt für ein Wort?) Ihnen aus zwei Gründen: Sie haben etwas zu sagen, dem ich Beachtung schenken muss und Sie haben durch Frau Knobloch die allerbesten Referenzen, die sie mir gegenüber nie ausgesprochen hat, ich habe auch nie danach gefragt, aber sie würde sicher nur in den allerwärmsten Tönen von Ihnen sprechen, was mich für Sie einnimmt.
      Die weiteren Teile Ihres Kommentars beantworte ich frühestens mit Abschluss der Woche.

      Ihnen in aller freundschaftlichen Nachbarschaft zugetan
      Ihr Herr Hund

      • Ich fühle mich ob Ihrer noblen Worte geschmeichelt. Das bin ich zwar gewohnt, aber gut tuts trotzalledem. Tja, die hochwertgeschätzte Madame de Knobloch – wenn wir die nicht hätten, nicht wahr?
        Wann immer Sie meinen qualitativhochtiefsinnigen Kommentar überlasse ich Ihnen. Sie werden die richtige Entscheidung treffen, ich wünsche es Ihnen jedenfalls. Man kann ja nie wissen.
        Ich werde mich in Ihrer Wort&Gedankenhütte einlesen, also knurren Sie nicht über meine eventuellen Reaktionen, Sie haben es herausgefordert…
        Spätabendlichschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Orrr! Das erste Schimpfsilbenei zeigte schon Risse und übelste Stänkerey quoll heraus, damit hätte ich die Feinst(!)konkurrenz locker hinweggefegt. Doch nun lese ich hier derley Pupillenbeschmeichelung, treffe gar auf den Lieblingsärmelmann…der Wurfarm senkt sich entwaffnet, das Stinkesilbenei kollert in die Blumenwiese davon…und ich danke augenkniepend den Herren für die Feinst(!)beschönwortung und gebe schlichtweg auf. Ihre Frau Knobloch und Ihre natürlich auch.

  5. Darf ich einfach „Sah ein Knab ein Röslein stehen“ singen.Alle Strophen selbstverständlich.Den Preis würde ich dafür dem nächsten Hundeheim spenden.Deal?

  6. Tach Herr Hund,ich habe gestern abend,einen schönen bunten Wiesenblumenstrauß geschenkt bekommen.Von meiner Tochter,die aus dem Wochenende zurückgekommen ist. Die mich, – ja ich muss es so ausdrücken, – wohl auch liebt.Ich fühle mich ein wenig auf den Arm genommen. Entrüstete Grüße,Mensch Päddra
    PS Das ist wirklich wahr,ich schmeiss mich weg!! 😀

    • Ui.Wie sie sehen muss ich zwecks Kommasetzung und Rechtschreibung dringend den nächsten Kurs wahrnehmen.Bis Mittwoch!

    • Liebe Mensch Päddra, ich täte mir das mit dem Kurs nochmal überlegen. Der feinste(!) Herr Hund hat nur zwo Gesichtsausdrücke, spielt mit dem Gedanken, sich einen Pullunder zu kaufen und klaut einfach Wörter um seine Leerstellen aufzufüllen! Ob das so lehrenswert ist, ich weiß nicht. Kommen Sie doch einfach in mein Biedermiederblümchenundscheißherzchenblog, da können Sie noch was über Obst und kitschige Sommernachtsgestaltung lernen. Herzliche Grüße, Ihre fürsorgliche Frau Knobloch, manchmal auch Mensch.

  7. Nein, Herr Hund, das nehme ich Ihnen ab, diese Süßlichkeit steckt nicht Ihnen. An anderer Stelle las ich, dass Sie die Grasflächen zubetonieren möchten und nun winkt dieses süße Kind mit einem Wiesenstrauß. Wo ist Ihre Authentizität? Ach, ich erinnere mich, die steht am Straßenrand, so las ich.
    Wie ich Sie kenne, lassen Sie das Mädchen zur Rebellin werden. Ich nehme in der Zeit gerne den Wiesenstrauß in Empfang.

  8. Werter Herr Hund,Vorsicht !
    Es folgt mein Reim:
    Hm,hm. Also:
    Duftend ein Blümchen auf der Wiese steht,
    im Spiel der herzige Knabe vorüber geht.

    Den lieben Eltern pflückt er geschwind ’nen Strauß,
    so sieht große Liebe im Kleinen aus.

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