Kurz vor 15 Uhr, volle Mondstärke.

Sehr geehrte Frau Knobloch,

im Grunde eine gute Idee, mir einen Kleinstmond zukommen zu lassen. Nein, wirklich, wir Hunde und Hundzugeneigte haben diese geradezu mystische Verbindung zu ihm da oben. Nur, und jetzt wird es peinlich, gibt es noch einen ganz banalen astronomischen Einfluss, der sich just in dem Moment, als ich mir das schöne Dinge unter mein Kopfkissen steckte, -Sie müssen wissen, dass ich mich malad in der Matratzengruft horizontal eingerichtet habe-, geltend gemacht hat und bei mir eine unkontrollierbare Ebbe, doch dieses Mal Flut, nach einigen Tassen Kamillentee kein Wunder, auslöste und dieses schreibe ich Ihnen kurz, damit Sie Zeuge meiner Höflichkeit aber auch meiner Bredouille werden, in der ich mich momentan befinde. Dieses „Naturereignis“ erlebte ich zuletzt im zarten Vorschulalter eines Spätentwicklers, als an Jahren mit 21.

Ich melde mich mit einem Lagebericht, in trockenen Tüchern, umgehend zur nächsten trockeneren Mondphase.

Ein wenig feucht so im Ganzen, doch nicht hinter den Ohren

Ergebenst, Ihr Herr Hund

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13 Gedanken zu “Kurz vor 15 Uhr, volle Mondstärke.

  1. Mein lieber Herr Hund,

    Ich erlaube mir eine hiesige Replik, um Ihre vermeintliche Peinlichkeit nicht auch noch auf meinem Blogge unnötig zu verwässern. Ich ahnte ja nicht, daß der Kleinstfeinunchilligmond derley Wirkung auf Sie hat. Aber bitte grämen Sie sich nicht. Sie haben es ja selbst angemessen benamst: Ein Naturereignis! Ja, eben, ganz natürlich und nix, dessen es sich zu schämen bedarf. Betroffen macht mich eher die Aussage, daß Sie dieses zuletzt mit 21 erlebten. Nun, ich verbiete mir jegliche weitere Mutmaßung betrefflich Ihre jetzigen Zustandes und Alters. Ich verstehe zwar nicht so ganz den Anteil des Kamillentees an Ihrer Bredouille… Oh! Herrjemitmineh, nein also, daß ist jetzt peinlich. Wie stehe ich denn jetzt da?
    Hochrotkopfige Grüße, verschämt gemurmelt, Ihre Frau Knobloch, miederbiedrig.

  2. Geehrter Herr Hund, ich bin ja immer froh wenn ich im Internet eine schöne grosse Schrift sehe, die auch ich im zarten Alter von 65 gut lesen kann, aber die hier ist absolut zu gross, ich bin ja noch nicht blind.

  3. Herr Hund,einmal unordentlich schütteln,schon sind Sie wieder trocken.Übrigens heule ich auch oft den Mond an,ich habe regelmäßig diese“ Zustände“.Glücklicherweise habe ich es bisher immer wieder geschafft,mich zurückzuverwandeln. Gute Genesung,aber die liebe Frau Knobloch hat Sie ja vermutlich schon geheilt.Ein schauriges Heulen schickt Ihnen Ihre Mensch Päddra

  4. Egal wie groß die Bredoullie, der Mann zeigt Haltung! Ein wahrer Herr dieser Hund.
    Respekt vor solchem Geist!
    Liebe Grüße und gute Besserung. (Auch von willi) Ihr mickzwo.

  5. Noch ein Kranker, ach herrjehmineh…… ob Sie es vielleicht mit dem heißen Apfelwein versuchen; bei Herrn Ärmel hat er geholfen, hier das Rezept:

    1 Liter Apfelwein
    125 ml Wasser
    60 g Zucker
    1/2 Stange/n Zimt
    3 Gewürznelke(n)
    2 Zitrone(n), Scheiben, unbehandelt

    Den Zucker und die Gewürze mit dem Wasser aufkochen und 30 Minuten ziehen lassen. Flüssigkeit durch ein Sieb in den Apfelwein gießen und alles zusammen vorsichtig bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen und beim Trinken aufpassen, sich nicht den .Schnabel zu verbrennen, wobei Schnabel ja bei Ihnen nicht der passende Ausdruck ist.
    Und wenn es ganz schnell gehen soll, können Sie die Zutaten auch gleich in ein Glas tun und mit dem heißen Apfelwein aufschütten, aber bitte aufpassen, der Zucker schäumt, nicht dass das schöne Möblement ruiniert wird.

    Von Herzen GUTE BESSERUNG wünscht
    Karin

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