Schokoladenfarbene Katze entsprungen

Kaum war ich mal ein paar Tage aus dem Haus, waren es nicht etwa die sprichwörtlichen Mäuse, die die Gelegenheit nutzten, Tischer auch nicht (der würde auf Ab- oder Anwesenheit keine sonderliche Rücksicht nehmen), doch ging es trotzdem um eine Katze, die schokoladenfarben schön, aber wild, ihren Weg aus dem Sack gefunden hat, in die ich sie, Tierfreund, der ich bin, ganz vorsichtig hineinstopfte, bis sie groß genug wäre, um, irgendwann wieder freigelassen, draußen auf freier Wildbahn schon bestehen würde. Sie wollte wohl nicht warten, JETZT IST SIE AUS DEM SACK!

„Nicht mehr zurück, wie mir’s beliebt? Ich müsste / die Tat vollbringen, weil ich sie gedacht“, ließ der Schiller seinen Wallenstein sagen. Nun, an Umsturz denke ich nicht, die Weltherrschaft bleibt eine reine Mittagspausenangelegenheit. Doch ja, die Traumgrenze ist erreicht und darüber hinaus bin ich, nur an Träume zu denken. Nein, ich plane sie, ich arbeite -nicht alleine- an deren Umsetzung und wenn es wird, was im Kopfe (und Herzen), als Bild bereits ist, so wäre das für mich, der ich Herr Hund bin und bleibe, und vielleicht auch für manch anderen ein schöner Grund zum Wälzen. Vor Freude wohlgemerkt.

Es ist aber noch nicht viel Ziel in diesem Vorhaben, die Katze ist zwar raus, sie will offensichtlich, doch will die Welt? Ich sprach davon in einem früheren Beitrag und kenne die Zickigkeiten, die Lust am Fallenstellen, die so eine Welt haben kann. Da kann so ein Kätzchen, mutig zwar (oder eher tollkühn?), seiner eigenen Unvorsichtigkeit geschuldet, schnell…………. ………ich vervollständige nicht das Bild und werde lieber noch einmal Schiller zitieren:

„In meiner Brust war meine Tat noch mein: / Einmal entlassen aus dem sichern Winkel / Des Herzens, ihrem mütterlichen Boden, / Hinausgegeben in des Lebens Fremde / Gehört sie jenen tück’schen Mächten an, / Die keines Menschen Kunst vertraulich macht.“ (Wallensteins Tod, 1.Aufzug, 4. Auftritt)

Oh Gott, ganz so dramatisch wird es nicht werden. Sicher nicht. Es ist aber ein wenig Bammel dabei, ich gestehe es. Ein wenig so wie beim ersten Sprung vom Zehn-Meter-Turm, diese da anzusprechen, ob sie tanzen möchte, oder einfach die erste Fahrstunde. Theoretisch, ja, da konnte man sich unter Umständen einreden, Bescheid zu wissen und sich sicher zu sein, es passiere nichts und trotzdem, wem will man etwas vormachen, man weiß nicht genau und steht plötzlich an der Kante und alle starren einen an. Das prickelt. Das erzeugt Spannung……

….und es ist letztlich nur deswegen eine geile Geschichte, dieses Leben. Wegen dieser Sprünge.

Jetzt ist sie entsprungen, die Katze, ich springe ihr nach. Es wird. Doch ich bleib in jedem Fall Herr Hund

P.S. Tischer flüstert mir gerade ins Ohr, „Nichtspringen ist was für Luschen“.

In dem Punkt keine Lusche mehr.

P.S.S. Tischer ist übrigens wasserscheu. Das nur so unter uns!

P.S.S. Das Wichtigste hätte ich jetzt ganz vergessen: Fans wären schön!

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67 Gedanken zu “Schokoladenfarbene Katze entsprungen

  1. na da gratuliere ich recht herzlich! ♥ und wünsche wirklich gutes gelingen! und wenn es irgendwann soweit ist, wäre ich gern gast bei ihnen beiden und der katze. 🙂 herzlich ihre kerstin

    • Als praktischer Geschäftsmann würde ich jetzt gleich anfangen, einen Rabatt für 500 Schokokokoseifen auszuhandeln. Doch das verschieben wir. Im Moment danke ich recht duftigseifig für die Wünsche.

  2. Ich sage JAJAJA
    ich verstehe zwar nicht immer deine rationalkognitivendenkundtextstuecke
    Doch wenn die Schokolade & der Canache und die Leidenschaft im Genuss diesen Weg gehen kann es nur köstlich werden.
    Denn die Zunge schnalzt auch ohne den Verstand.
    Ja Ja Ja.
    Ich spende !
    Ich finde das Gut !
    Schokoladenträume & Gaumentheater.
    Schnalzende Freude.
    ©z_lz

  3. Mein lieber Herr Hund,
    daher der immerwährende Wunsch nach Keksen!
    Sie Schlingel!
    Eine Schokoladencremerutschbahn direkt in den 7. Schokokokohimmel haben Sie gelegt.
    Ich bin gerührt, fasziniert, erfreut.
    Ein Gefühl, wie wenn man die heiße Schokolade durch die kühle Sahne genüsslich in sich hinein schlabbert.
    Sollte ich Berlin einmal besuchen, komme ich zuerst zu Ihnen.
    Ihre AraBELLa

  4. Ich schwöre, die Katze, sie ist mir ebendst um die Beine geschnurrstrichen, ich konnte nicht anders, ich mußte sie bepuscheln. Vorerst fanisch und bald monetisch. Was für ein tolltolleröses Projekt! Ich habe nur ein wünziges Problemchen: Ich mag gar keine Schokolade. Na und, denke ich zugleich, andere mögen sie doch! Alles bonfortionös! Begeisterte Grüße, Ihre Frau Knobloch.

  5. Ich komm gerade heim und überlege schon wieder, wann ich mal nach oben reisen könnte. Berlin ist ja schon eine Weile her und Zolaski und ich hätten ja den gleichen Weg und ich mag Schokolade und Bücher und das Video brachte mich zum Staunen und Lachen und Katzen mag ich wie alle anderen Tiere auch und so verbleibe ich wartend auf die Adresse!

    Ich gratuliere und wünsche viel Erfolg!

    • Freuen würde ich mich sehr, wenn Du kommen würdest. Es wird aber wohl noch einen Moment dauern, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber wenn es dann soweit ist, wird gefeiert und Du bist herzlich eingeladen, sehr geschätzter Tierfreund, der ich überhaupt, aber auch in besonderer Hinsicht selbst bin; ich könnte nie Hunde aus Schokolade essen. Nie.

      • Ein Scherz, ja? Da wurde nicht wirklich ein Ferkelchen geschlachtet, oder?
        Das wäre betrüblich. Nein, dann will ich es nicht tun. Nicht ein Tier soll für meinen Traum sein Leben lassen müssen.
        Das war’s, ich fang was neues irgendwo an. Vielleicht Rinderbaron. War auch immer so eine Idee von mir.

      • Dann hoffen wir, dass ich aus vorschnellem Handeln lerne, sonst ist beim Rinderbaroncorwodfundingdings das zweite Schwein gleich auch schon dahin. Wäre ein traurig kurzes Leben gewesen.

        Ich gebe aber zu, ich habe nur geschüttelt und hörend festgestellt, dass es für Ewige Dankbarkeit noch nicht reicht.

      • Als brave Christin glaubte ich doch, nur Schätze für die Ewigkeit sammeln zu müssen. Endlich wieder ein Hauch von Ablasshandel.
        Aber gut.
        Nein.
        Lecker.
        Fühl mich schon ziemlich umgestimmt.

  6. Lieber Herr Hund,

    ob Sie die Freundlichkeit und Güte hätten, den Link für das Fankonto noch hier bekanntzugeben, das Video läßt ja schon das Wasser im Munde zusammenlaufen und so könnten alle, die willens sind, tätig werden? -:)))
    mit bitterschokoladensüchtigen Grüßen und den Wünschen für viel, viel Fanpost

    Karin

  7. Die Katze ist entsprungen.
    doch wer war wem?
    war ihr der Sack?
    oder war gar die Katze ihm?
    Es sei!
    Den so sie nun entsprungen
    Ist ihr der Neid gewiss.
    der Katzenneid
    der Katze des Herrn Schrödinger
    die nicht entspringen kann.
    Au wei

    Ich wünsche zu jeder Zeit bestes Gelingen!!!

    • So eigentlich habe ich die Katze, noch ganz munter, von der einen in eine größere Kiste gesetzt, mit mehr Platz zum Auslauf zwar, aber eben auch nur eine Kiste. Warten wir ab, wie es ihr geht, kommt sie in die Nächstgrößere.
      Ich danke im Übrigen für das Jederzeit.
      Freundlichst
      Ihr Herr Hund

      P.S. Ist möglicherweise unser aller Leben in einer Kiste? Was wäre dann?

  8. Welch leidenschaftliche Idee, Planung, Verführung 🙂
    Werter Hund, Du siehst mich überrascht, aber mit breitem Lächeln nicken.
    Das braucht eine leidenschaftliche Umsetzung, die ich gespannt wie ein Schokoflitzebogen verfolgen werde. Glück auf!
    Ick globe ja, ick muss ma nach Berlin 🙂

  9. Lieber Herr Hund! Liebes Fräulein Schneefeld! Wie wunderbar! Wie herrlich nostalgisch! Viel Freude,Glück und Erfolg bei der Verwirklichung Ihres Traums! Beste Grüße, Mensch Päddra

    • Liebe Mensch/Frau Päddra ! Danke für die Grüße und ihr Lob…Ich bin froh das mich keiner hier beschimpft den Herrn Hund für mich zu beanspruchen 😉

      • Liebes Fräulein Schneefeld, wie kämen wir denn bei so einer bonfortionösen Idee auf Beschimpfungsideen? Solange er uns ab und zu bewohlwortet und nicht ganz uns verlorengeht, ist doch alles in schönster Dunkelschokosahnetrüffelpralinebutter. Herzliche Grüße auch von mir an Sie und mächtiges Daumengedrück. Ihre Frau Knobloch.

  10. Was für eine schöne Katz! Eine ganz reizende Idee und ich kann nur ganz viel Freude und Erfolg wünschen. Übrigens hat Tischer ganz recht mit seinem “Nichtspringen ist was für Luschen”. Leider entpuppt sich das Springen oder Nichtspringen immer und immer wieder als Lebensthema. Bis hin zum allerletzten Sprung dann vermutlich. So einen Tischer jedenfalls könnte ich auch manchmal gebrauchen. Der dürfte dann meinetwegen aber gerne Katzenhaare haben. Alles Gute!

    • Danke für die Wünsche.
      Es ist ja mit dem Springen so eine Sache. Deswegen ist ja die Angst nicht weg, nur weil sie für den Moment überwunden ist. Mit jedem Sprung neue Möglichkeiten und damit neue Ängste. Ich fühle sie, doch halte ich sie aus. Wo keine Angst, da kein Mut. Tischer hat auch seine Ängste. Ich sag nur Badetag.
      jetzt warten wir es mal ab und fiebern.

    • Verlockend vor allem für mich selbst: die eine Hälfte zu behalten und selbst zu lesen, die andere aufzuessen.

      Doch Vielen Dank für die Wünsche. Und könnte ich die dreißig Sterne transformieren zu Fans, wäre die erste Etappe auch schon so gut wie gemeistert.

  11. Ich esse ja aus Prinzip nur Schälrippchen und Kohlsuppe. Und Handkäs mit Musik.
    Bücher lesen? – Äähh, das wird mir übel und die Arztromane habe ich.. (an was will mich das jetzt erinnern?)
    Ich drücke Ihnen jedenfalls ganz feste meine beiden mir noch verbliebenen Daumen und wünsche allerbestes Gelingen.
    Da man im Alter angeblich wieder kindisch werden soll und ich noch eine Cousine in Berlin habe, könnte es schon noch was werden mit dem Naseplattdrücken am Schaufenster von Fräulein Schneefeld und Herrn Hund…

    Abendschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Eine Welt voller plattgedrückter Nasen -Daran sollt ihr sie erkennen- , das wäre schön. Und alle nicht vom Boxen oder so.
      Kann nur sagen, wir inkl. Cousine erwarten Sie!
      Freundlichst
      Ihr Herr Hund

  12. Pingback: Verwegene Verse XXV Hr.Hund & Frl. Schneefeld Version | bittemito

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