Nachtrag zu XIII: Dem Falschen ein Bett

Tischer ist weiterhin im Außendienst. Zu berichten gibt es nichts. Würde er sowieso nicht, weil Bericht Text und Text Tischers Sache nicht und außerdem für Luschen. Doch nebenbei, die bisherigen Aventiuren gaben vorher schon auf und Tischer aus dem Weg. So sind die „Aventiuren“ zwei bis mehr als zwei, aber soweit kann Tischer nicht zählen, die, die nicht stattfanden. Doch Tischer sucht weiter und vielleicht die Nächste, die ganz bestimmt, die lockt er in einen Hinterhalt und dann -VERDAMMTNOCHMAL- die wird bestanden, da hat sie gar keine Chance. Nur irgendjemand, wer, keine Ahnung, sollte Tischer erklären, wie so ein Hinterhalt funktioniert.

Gut möglich, regnet es bald, dann wird Tischer, denn er hat nur eine Hose und die soll bei aller Aventiure nur ja nicht, er wird schnell reinkommen und ins Bett……..bis zwischen ihm und dem Regen genügend Platz gekommen ist…..

….dann könnte es in Tischers Bett allerdings eng werden. Warum? Tischer hat Streifen und ist ziemlich, ein Krieger und Kämpfer, und bevor lang geredet wird, zeigt Tischer, wer der Chef ist. Da ist er sehr folgerichtig. Aber tief ganz tief, da wo so ungefähr das Herz schlägt, ist Tischer ein lieber und schnurrt auch mal. Und dieser Teil trifft Entscheidungen, mit denen man, wenn nur die Oberfläche von Tischers wildem Gebaren gesehen wird, wohl nicht rechnen würde: Milde.

Dann hebt er so ein wenig kaiserlich die Pfote und gewährt, was halt so gebraucht wird von einem von Tischer, seinem Ziemlich und seinen Streifen Geschlagenen, Unterworfenen bzw. von uns. Seiner Milde teilhaftig wurde ein falsches Bamberger Hörnchen, von Tischer nur Erdknorpel gemeint, das einen gewissen Eindruck machte auf den Gestreiften, weil es nicht so völlig luschenhaftig wohl gewesen ist. Da war Respekt im Spiel. Diesem Hörnchen, nicht wissend wohin, gewährte, solange Tischer auf Reisen in Sachen „Wer will der Nächste sein“ ist, jener, bis er es denn wüsste, das Wohin, Unterkunft, als hätten wir Daheimgebliebenen da nicht mitzureden. Aber gut, einer mehr. Oder ja eigentlich gleichviel, da Tischer ja einer weniger ist.

Und Tischer setzt dem Ganzen noch die Krone auf, weil die gewährung nicht nur die Unterkunft, sondern auch den Unterschlupf, unter Tischers Decke inTischers Bett betrifft. Soll sich das Hörnchen erholen, richtig ausschlafen. Natürlich nur bis Tischer wieder zuhause ist.

DSCF5624Dann werden die Karten neu gemischt.

Eines sei aber jetzt schon gesagt. Es wird nicht mehr in der Pfanne landen. Denn eines, das eine Geschichte hat und auch noch eine gemeinsame mit einem von uns, kann nicht mehr mit Eiern und Zwiebeln. Das bekommt keiner von uns runter.

Wir überlegen uns was. Falsch oder echt, wir wissen was Gastfreundschaft bedeutet. Kommen, bleiben, eine wohlige Decke. Und nicht verspeist werden.

Sagen jetzt wir, die Daheimgebliebenen.

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15 Gedanken zu “Nachtrag zu XIII: Dem Falschen ein Bett

  1. So schön können Sie erzählen … Herr Hund, da brauchen wir mehr davon! Unbedingt! Egal, ob Ingwer oder Erdapfel, Hauptsache, so wunderbar leicht und schön erzählt wie diese … 🙂

  2. Schön muss es sein, bei Ihnen Gast zu sein.
    Selbst Regen hat nun eine ganz neue, einladende Seite für mich.
    Wobei, ich möchte ihn schon immer, hat er doch etwas beruhigendes, so wie Ihre Geschichte es für mich hat.

  3. Beziehung ist so ein Ding, das verhindert einfach immer wieder dieses Zerhacken, Verkochen, zwischen Zähnen zermalen.
    Muss man sich wirklich in Acht nehmen vor. Was soll denn sonst aus uns werden?
    Das Dumme daran: Nur durch sie verhungern wir nicht.

    (Ha, sieh an, die Fillo Sophie ist wieder bei mir eingekehrt!)

  4. So kann nur ein glücklichzufriedenes Bamberger Hörnchen kucken, beziehungsweise nichkucken, weil es ratzt ja tief und fest. Mich deucht, Ihr Tischer ist ein Famosgeselle, wenn er dem anfangs so betischerkritisch beäugten Erdknorpel sein Bett überläßt. Falls Tischer einen mittelgroßen Tontopf, gute Muttererde, sowie ein kühltrockenes Plätzchen besitzt, könnte das Bamberger Hörnchen unter Umständen, nun, wie schreibe ich das, also, kwasi viele kleine Hörnchen kriegen…
    Schönstsamstagsnachmittagsgrüße, Ihre Frau Knobloch, stimmverhuscht.

  5. Er schnurrt bis hierher, der Tischer, wir hören es doch. So lieb, dass er seine Schlafstätte freigibt. Ich finde, das Hörnchen schaut auch richtig zufrieden darin aus.
    Und Pfanne geht gar nicht, das würden auch deine Leser/innen nicht verkraften! Mehr braucht es doch nicht, eine Decke und liebe Gastgeber.

  6. Diese Idee von Frau Knobloch finde ich bomfortivermehrungsös…..lauter kleine Bamberger Hörnchen würden aus dem jetzigen Ruhesanft entstehen und Tischer würde über Tisch und Bänke springen vor Freude.
    Ginge doch trotz intensivster und liebevollster Pflege das Leben des Tischergesellen demnächst langsam aber sicher dem Ende zu und im Blumentopf würde er zu neuem Leben erweckt. Tischers Tränen wären bei diesen Aussichten sicher bald versiegt .Er darf nur nicht vor lauter Ungeduld in der Erde scharren und das Töpfchen könnte man ja auch in etwas Rotweißkariertem einpacken.
    Vielleicht lesen Sie Tischer unsere Vorschläge vor und holen seine Meinung ein? Vielleicht startet er auch im Außendienst eine Meinungsumfrage?

    Lieber Sonntagsgruß vom Dach

      • Ob Tischer oder Wir Daheimgebliebenen diesen liebgemeinten Vorschlag nun annehmen möchte oder nicht ist nur sinnvoll, wären wir sicher, auch das Hörnchen würde bleiben wollen. Die Idee ist aufgegriffen und wird, wie es sich gehört, besprochen werden, bevor dann Tischer das letzte Wort hat.

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