Dum-Di-Dum- oder einfach Fellohrmützenlebensmusik

Sehr beschäftigt, daher die Rarheit, wobei ich mir nicht einbilde, es enstünden deswegen unauffüllbare Lücken und bisher Erreichtes würde bröckelnd wieder Vergessenheit anheimfallen. Es ist gerade außerhäusliche Vielbeschäftigung und auch sonst Vieles, das zu Besinnung und Schöngeistigem nicht viel Zeit lässt oder doch nur ließ, denn es soll wieder besser werden.
Die einzige Gelegenheit zur Vollmuse ergab sich letzten Donnerstag und selbst dazu hätte nicht viel gefehlt und ich hätte sie nicht wahrnehmen wollen/können. Zum Glück nicht, meinem, denn was ich dann in der Apostel Paulus Kirche zu Berlin genießen durfte, machte mich grinsend, wobei es blieb und letztlich sogar, dem Orte gänzlich angemessen, einfach nur selig. Ich auf der Empore in meinem grünen Tour-Jacket (mir ähnlich der Lieblingsstrickjacke wie eine zweite Haut) und lauschte: Jeff Tweedy, Wilco-Frontmann, in einem Projekt mit seinem Sohn. Und der Mann kann, konnte immer schon Songs schreiben.

Ob es anderen gefällt? Das ist mir sowas von egal. Ich will nur sagen, Musik, die dich berührt, ist das eine. Musik, mit der Du alt wirst, die zu dem Soundtrack deines Lebens wird, ach ja, da befinde ich mich gerade, ich erinnere mich, das tut gut und ist tröstlich. Es gab andere, Jeff Buckley, Elliot Smith, viel zu früh verstorben, mit denen hätte ich mir einen schönen Lebensabend ebenso vorstellen können. Es sind einige andere noch am Leben, zum Glück.

Jeff Tweedy/Wilco macht vielleicht die mir liebste.

Das ist meine Dum-Di-Dum- oder einfach Fellohrenmützenlebensmusik. Nur ein Tipp, falls irgendjemand mein Leben verfilmen möchte und noch Musik dafür sucht.

Grüß Euch.

P.S. So mich und Tischer mit Bikermütze im Motorrad mit Beiwagen, das könnte ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht leiht mir einer so ein Bike fü die nächsten Wochen?

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31 Gedanken zu “Dum-Di-Dum- oder einfach Fellohrmützenlebensmusik

  1. Da hör‘ ich mich doch mal spontan durch die Playlist in dem Wilco-Kanal auf Youtube….“Low key“ hatte ich vor einiger Zeit auf Deutschlandradio Kultur in einem Beitrag über Tweedy gehört. Wollte mir den Titel merken usw. aber dann war ich daheim und hatte es – natürlich – vergessen. Dank dem schönen Beitrag grad nun das Lied wiedergefunden. Fein.:-)

      • Genau. Das natürlich. Weil Verpackung muss ja wohl sein. Aber wenn sie ihren Zweck erfüllt, hat stört sie doch oft schon sehr. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es bleiben ja Ausnahmen. – Ich bitte die letzte Redewendung sehr zu hinterfragen. Sehr. Auch ‚hinterfragen’… – (Ich bitte um Verständnis, sollte ich abgeglitten, abgegleitet sein. So früh am Morgen soll man auch nicht versuchen Kommentare beantworten zu wollen. Man kann auch mal Dinge stehen lassen können.)

    • Die liebe Marge, jenseits der Grenze, die nicht gelten soll, Du seist gegrüßt! Da ich über eine Menge Bildung verfüge, wird mir die Einbildung gelingen. Versprochen! War Fräulein Schneefeld nett zu Dir? Ich hatte ihr entsprechende Anweisungen gegeben.

  2. Lieber Herr Hund, was freut mich zu lesen, daß Sie trotz Vielbeschäftigtseierey, die ja gut klingt, dennoch einen Gegenpol braucht; die Zeit fanden, Ihrer Lieblingsmusikke zu sehfühllauschen. Wichtig sind sie, die kurzen Seelenbaumelpausen. Hätte ich ein solches Knattertorrad, ich würde es Ihnen glatt leihen. Habe aber nur einen Bollerwagen…
    Liebe Grüße, Ihre Frau Knobloch, tweedylivelauschend.

    • Wir suchen (auch wenn mir ja der Habenwill 500 lieber wäre, mein ewiger Traum) und sollten wir dennoch nicht finden, käme ich auf den Bollerwagen zurück.

      Hat Ihnen der Tweedy gefallen?

      • Ich habe den Bollerwagen mal vorsorglich bereit gemacht. Ein Radschräubchen nachgezogen, das Katzenauge geputzt (Es zwinkerte bei Tischers Erwähnung!) und ein Kissen bereitgelegt, weil es ein Hartgummireifenbollerwagen ist.
        Ja, Sie wissen ja, ich liebe gute Livemusik. Und die ist wahrlich gut zum Belauschlappeln. Danke für den Tüpp. Heute läuft bei mir Feeder – ‚Comfort In Sound‘, paßt zur leicht melancholischen Stimmung.
        Grüße an den Großfußtischertransporter. Nur Mut! Ihre Frau Knobloch, zugetan.

  3. hach … zwei lichtblicke heute!
    wunderbar und dankenswert auch, weil ich die vorstellung im d-radio hörte … zu hause nachhören und vielleicht kaufen wollte … angekommen dann vergaß.
    diese musik läßt einem die sonne ins herz scheinen.
    leider kann auch ich nicht mit einer so schönen beiwagenmaschine dienen. nicht mal als model.
    aber dank des neuen blogeintrags für fans kann ich vielleicht meinen bescheidenen anteil dazu leisten 🙂

    bis bald lieber herr hund und beste grüße

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