Dark side of the moon – Die Verführbarkeit des Herrn Hund in Gedanken

Im Meisten stark und fest, nur nicht in Gedanken. Ja, Flaneur! Gerne! Und dann eine Idee da, ein kurioser Einfall, ein Wortbild dort und ab vom Weg und aus dem Tritt.
Nicht richtig, aber ganz sicher zu schnell so oft im Denken. Oder Phantasieren, mir ist der Unterschied nicht klar.

Belysnaechte, du Hund. (Ich bleibe hier beim Du. Es passt so viel besser für einen Vorwurf) Du mit deinen Entwürfen, die alles zulassen, selbst Unmögliches. Sie springen mich an, ich springe zurück. Hinein in den poetischen Wust. Ein Wort allein reicht mir allzu oft. Ein ganzer Satz, ich bin gefährdet. Aus für Zeiten, in denen ich hätte Sinnvolles tun können, lese ich nur ein Gedicht im Ganzen.

Dichter können Vieles, aber sich schämen für die angerichtete Verwirrung? Nicht, solange sie Dichter sind.

Die vielen Keywords. Und ich bin angeregt. Es lässt mich nicht mehr los. Du bist ja schon weiter, doch ich folge Dir nicht für den Moment. Eine Idee gewann in mir Raum, hielt mich fest: Gibt es Vanille auf dem Mond?

Ab dem Moment springen bereits viele ab. Warum kann ich das nicht? Immer das Beweisen wollen. Das Überprüfen. Verdammte Neugier auch.

Genug Blech schnell sich ausgedacht. Schrauben und Schläuche waren einfach. Das mit dem Treibstoff und der Bordelektronik, das war heikel, gelang dann aber. Eine funktionierende Mannschaft bestand bereits. Abflug, leichter Nebel in Bodennähe, letzte Nacht. Zwei von Vieren verspürten ein Drücken in der Magengegend bei der Beschleunigung. Es legte sich. Überraschung. zum Mond ist es nicht so weit. Es war mir wohl eine sehr leistungsstarke Rakete gelungen. An Bordtoiletten dachte ich nicht.

Ankunft, die Menschheit ist bereits da gewesen. Wir hatten Termine und konnten erst jetzt. Die Schwerelosigkeit hatten wir unterschätzt, den Spass dabei auch. Sonst wären wir eher. Aber unser Grund für diese Fahrt ein ernster. Proben wurden genommen, an Ort und Stelle untersucht. Jeder von uns hatte einen eigenen Löffel dabei. Übereinstimmende Meinung: keine Vanille.

Dafür also der Aufwand. Für die mitgebrachte Sahne, für die Waffeln keine Verwendung. Das mit der Vanille wohl eine optische Täuschung.

Wäre da nicht die Rückseite gewesen. Jede Phantasie hat so eine. Der Mond auch. Da wir schonmal da waren. Das Marschgepäck war zu tragen. Ein Vorteil, wenn man auf dem Mond ist. Ein Vorteil, wenn man Phantasie hat: die Wege sind kürzer. Ein Augenzwinkern und wir waren da.

Sehr dunkel da. Wir hatten keine Kerzen, keine Streichhölzer, nichts. Doch wir hatten Nasen. Und wir rochen es. Nein, nicht Vanille. Pistazie, ohne Zusatzstoffe. Wenn es nicht so dunkel wäre, die Rückseite wäre grün. Das beste Pistazieneis der Welt, mitten im November. Wir alle lieben Pistazieneis. Viel besser als Vanille.

Wir bekamen Bauchweh. Zu viel davon. Wir rissen uns los, ein Augenzwinkern, wir waren wieder in unserer Rakete, ein zweites, wieder zuhause, beim dritten Mal war die Phantasie vorbei.

Und das Gedicht von Belysnaechte endlich überwunden. Nur jetzt habe ich großen Appetit auf Pistazieneis. Mitten im November.

Poesie und die Sehnsüchte, die sie bedient. Was ein Kreuz!

 

 

 

 

 

 

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24 Gedanken zu “Dark side of the moon – Die Verführbarkeit des Herrn Hund in Gedanken

  1. Obwohl ich eher erdhaftend bin um nicht zu sagen bodenständig.
    Mit Ihnen ist mir auch auf dem Mond nicht bange.
    Wie stehen die Geschäfte?
    Freundlich grüße ich Sie, Ihre AraBELLa

    • Liebe Karin ! Bei uns gibt es, wenn die Weihnachtsbäckerei ansteht , Zimtkekse. Bringen sie den Herrn Hund nicht auf dumme Gedanken und er will dann auch noch zu jedem Zimtkeks ein Vanilleplätzchen.

  2. Liebes Fräulein Schneefeld, wenn’s zu schlimm wird mit den dummen Gedanken dann schießen Sie ihn wieder auf den Mond -:))))
    Zimtkekse klingt verführerisch!

    • Liebe Frau Karin ! Ich kann doch unseren Herrn Hund nicht auf den Mond schiessen…da gibt es doch keine Kekse! Nein Spass beiseite , vielleicht schauen wir uns das Rezept mal näher an . Für gute Keksrezepte sind wir immer zu haben. Obwohl unsere Zimtkekse unschlagbar sind ! Es grüßt sehr nett und freundlich das Fräulein Schneefeld

      • Keeeeeeeeeeeeeeeekse…………..bei mir gibt es keinen Keks, der mich jemals geschlagen hätte. Sie haben sich bisher alle verkrümelt………….!!!

  3. „Es kann (…) nicht alles Pistazie sein“. Wie wahr. Aber: ohne Eis (und möge es noch so klein sein) zu speisen ist ein Tag als verloren zu bezeichnen!

  4. Wie Mannhaft – oder heißt es Hundhaft – egal. Dieser Tag mag als verloren gelten. Es kommen auch bessere Tage daher. Bestimmt. Ich drücke Ihnen alle zur Verfügung stehenden Daumen!! Echt.

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