XVIII: Vor der Mutter kommt erst der Tischer der Nation….

….und der hat ein, zwei Worte zu sagen, also eher ein Worte, denn mehr als ein Worte wäre schon viel und deshalb, wer bislang alles mitverfolgt hat, weiß, was das bedeuten würde.

„Also, bitte, Tischer, sag’s!“

„Wenn mir danach ist.“

Warten

Warten

Warten

Warten

Warten

Mittagessen

Warten

Warten

„Jetzt!“

„Jetzt?“

„Sag ich doch.“

„Dann also, bitte!“

Guten Rutsch.“

„Das war’s?“

„Darf ich sagen, Ihr Luschen! ?“

„Lass das mal lieber.“

„Dann war’s das.“

„Ich fass dann mal zusammen: Tischer wünscht allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und gut heißt bei Tischer, schnell, steil und mit Schrammen, vielen Kurven. Denn je schwieriger das Rutschen, umso mehr Streifen am Ende. Weil flach und langsam kann jeder……….psssssssst, von mir und dem Rest, kommt gut hinein und durch und am Ende wieder gut hinaus. Streifen sind eh nicht so wichtig.“

„Hab das gehört.“

„Ist doch aber so.“

„Streifen her!“

„Den einen?“

„Streifen her!“

„Na gut. Aber nächstes Jahr wieder, oder?“

„Werden sehen.“

„Na ja, so ein Tischerstreifen wäre schon schön. So ein wenig wild kann’s nächstes Jahr schon wieder werden.“

„Wenn du Dir Mühe gibst“

„Ich versuch’s,“

„Lusche, nicht versuchen, machen. Und jetzt genug.“

„Ach ja, zu viel Gerede.“

„Genau.“

„Allen also einen Guten Rutsch ins neue Jahr, der eine so, der andere so. Und wir lesen uns wieder in 2015. Tischer nimmt uns jetzt mit für eine Woche auf Aventiure. Irgendjemand muss ja sein Gepäck tragen…….und Tischer selbst“

Eines noch, das Wichtigste:

Vieeeeeeeeeeeeeeeeelen lieeeeeeeeeeeben Daaaaaank für eure Unterstützung!!!!!!!!!!! Immer noch Baff!!!!!!

…..hätte ich noch einen Streifen, ich würde ihn unter euch aufteilen !!!!!!!

Nicht viel, nur ein wenig für mich.

Ist Ok, wenn ich so vor mich hinklimpere und singe?

Bin auch nicht laut. Bitte einfach sagen, wenn doch. Mir ist lediglich so nach nur für mich.

Danke für’s Verständnis!

Herr Hund

P.S. Frau Knobloch, das mit der Violine war geflunkert. Und, Frau Knobloch. ich will auch kein Nazi sein. Die würden mich auch kaum nehmen wollen.

Ozeanriesendampferpianist wäre ich aber gerne. Nasebohrer bin ich ja bereits.

Die vielen schwarzen Löcher und ein sehr großes

Ob ich Universen besitze? Ansichtssache. Und das Raumschiff im Keller, um zu den Sternen zu reisen, ist vielleicht gar nicht flugtauglich.

Doch wenn ich so ein wenig von meiner Angst darauf schließen dürfte, so glaube ich, im Besitz einiger schwarzer Löcher zu sein und mindestens einem sehr großen. Sie sind überall. In den Regalen und auf den Tischen, neben dem Bett und in Kisten verstaut.

Bestmöglich verteilt, glaube ich tatsächlich, die Gefahr klein zu halten. Konzentration und die Kraft ist zu stark, ich womöglich verschlungen und verloren. Eines, das größte von allen, macht mir auch die größte Angst: das schwarze Loch voller Spiegel. Ich traue mich nicht, in allzugroße Nähe zu ihm zu geraten. Da ist diese Versuchung, seine Anziehung sehr groß und ich, wie schwach, mein Sinn für diesen Kosmos wie ewig unvorbereitet.

Ein kleiner Mensch ich, die meine wenige Phantasie dagegen und die große darin, es wäre wohl besser die Bewunderung aus gehörigem Abstand. Ich lasse diese Bücher lieber unberührt – bleibe auf meinem Platz und er, wo ich ihn hinstellte und -legte:

Jean Paul.

Nur neben Dir ist Leben möglich. In deinen Büchern nur als Kritiker und Gelehrter.

Unwidersprochene Behauptung von Gelehrten und Kennern

Beides bin ich nicht. Doch einen halbwegs gesunden Menschenverstand nenne ich mein eigen. Für alles sonst hätte ich ein Attest vom Arzt.

Hier aber bin ich mir sicher, ohne den Menschen zu kennen. Man stelle sich eine Geradebenhundertjährige vor, die nicht schnell genug ist und weit und breit kein Fenster oder Notausgang. Was passiert mit der? Die Arme wird gefeiert. Ein C-Politiker oder Bürgermeister hält eine Rede und verschenkt Blumen. Was die Dame, sagen wir, es wäre eine Näherin gewesen, alles erlebt hat. Erzählen Sie doch mal, Sie Zeitzeugin! Toll.

Kann so viel erzählen und will -möglicherweise- doch nur den Florian Silbereisen im Fernsehen anschauen. Hat man nicht einmal im Seniorenstift seine Ruhe? Sonst geht es doch auch. Ach glücklich die Zeiten, wo sie noch 87 gewesen ist. Still wurde gefeiert, also eben nicht, nur ein zusätzliches Stück Kuchen am Nachmittag. Dieser Wirbel nun, das kann einen irritieren.

Das die 100jährige ehemals Näherin.

Und jetzt bitte setze jeder 117 Jahre drauf und mache aus der Näherin einen recht bekannten Dichter. Der eben wegen seiner Bekanntheit, selber schuld, was macht er auch solche Verse, regelmäßig solche Ansprachen über sich würde ergehen lassen müssen: Zeitzeuge und Dichter. Doppelt toll! Hinzu, das denke man sich, die permanenten Blaskapellen und penetranten Streichquartette, die ganzen Orden und Kreuze, spätestens mit 150 Jahren kann die keiner mehr tragen. Und das Schlimmste, so hübsch sie auch sind, die kleinen Mädchen (oder sind es blonde Jungen, mit den Jahren, die Augen immer schlechter, sieht er nicht mehr so gut), die tragen die ewig gleichen, auswendig gelernten Gedichte vor.

Das würde passieren, hätte der Dichtergreis nicht früher schon festgelegt, seine Gedichte nicht für Schule, nicht für blonde Jungen und Mädchen, nicht vor dem Stimmbruch und dem Abschluss der Reife. Es mag, das würde ich gar nicht abstreiten wollen, ganz herrlich hübsch sein, so gelegentlich vorgetragen. Doch selbst das eigene Werk, das Possierliche daraus, ständig in feierlichem Ton, ab einem Zeitpunkt, da man jenseits aller Poesie sich schon befindet und anfängt Gefallen an Silbereisen zu finden, dem einzigen blonden Jüngling, den man noch gelten lässt in der beschaulichen Stille der eigenen, längst überfälligen Existenz, ermüdet.

Als Näherin mit Hundert hat man es schon schwer, als Dichter gar, jedermann bekannt, und einem übernatürlichen Alter, das wäre die Hölle.

Es wird behauptet, Heinrich Heine würde heute seinen 217. Geburtstag feiern.

Ich behaupte, würde er nicht. Wenn er nicht bereits schon die Schnautze voll davon hat, Heinrich Heine zu sein, dann doch sicher von diesem ewigen Herumfeiern um seine Person.

Aber was weiß denn ich? Ich bin weder Literaturwissenschaftler noch Altenpfleger. Vielleicht beginne ich zu verstehen, wenn ich erst einmal Hundert geworden bin.