Vermeer

Ich befürchte für mich, es ist so seltsam nicht, vor allem auch für den, der mich durch meine Art zu schreiben schon hat kennenlernen können, dass just in dem Moment, da ich anhebe, über den niederländischen Maler Vermeer einiges Interessante mitzuteilen bzw. über die Überlegungen, die sich mir bei der Beschäftigung mit ihm aufdrängten, mir der Gedanke kam, ich sollte besser schweigen, denn ich habe keine Ahnung und es wäre demnach besser, ich würde umgehend, kaum begonnen, den, der es für den Moment nicht besser wußte, unverrichteter Dinge wieder hinausbitten, was mir verständlicherweise in hohem Maße peinlich wäre, doch geht es nicht anders und so ist der Beitrag, kaum angesetzt, hier an dieser Stelle, schon wieder an seinem mißglückten Ende, so wie es die gesamte Umsetzung von Anfang an gewesen ist.

Dürfte ich Sie also bitten? Vielleicht in einer Woche wieder.

Nein, es war keineswegs meine Absicht. Und ich kann sehr gut verstehen, dass Sie von mir für dieses Mal enttäuscht wurden. Ich erwarte es geradezu. Doch was soll ich machen. Ich kenne Vermeer nicht. Vage höchstens ein paar Bilder. Ich weiß nicht, was mich geritten hat. Den Namen fand ich nett. Daraus müsse sich doch ein Beitrag fabrizieren lassen? Ein Irrtum, wie ich jetzt, viel zu spät, da ich ihn bereits publiziert habe, erkenne.

Verstehen Sie  aber den Druck, unter dem ich stehe? Einige Tage sind vergangen seit meinem letzten Beitrag und so gar nichts wollte mir einfallen. Da wurde in einem Buch der Name erwähnt und ich sah eine Möglichkeit, meine Phantasie und meinen Einfallsreichtum wieder in die Spur zu bringen. Es fühlte sich zu gut an. Man kann es jedoch nicht erzwingen.

Sie sollten sich wirklich woanders umsehen.

Gerade gestern sind mir einige Beiträge ins Auge gefallen, die zu lesen lohnt. Halten Sie sich nicht bei mir auf! Ich kann auch nicht jetzt auf die Schnelle….da ist nichts. Was ich von ihm weiß, geboren, gestorben, gemalt, irgendwas mit einem Gehänge, das ist es. Mehr zu Vermeer lesen Sie besser an anderer Stelle nach.

Hätte ich das nicht selbst vorher machen können, könnten Sie einwenden? Sie hätten sich da auf mich verlassen? Jetzt sind Sie da, ich wäre also in einer Bringschuld. Und Sie gingen nicht eher….das ist Ihr gutes Recht und tatsächlich wüsste ich nicht wie, also bleiben Sie, wo Sie sind. Doch geben wird es nichts, nicht zu Vermeer, keine irgendwie Entschädigung dafür. „Die Küche ist kalt, die Speisekammer leer.“

Nun, ich glaube, ich habe mehr als einmal betont, was für ein fauler Hund ich bin. Und ja, jetzt zahle ich die Rechnung dafür. Das ist mir schon klar. Doch, glauben Sie mir, wenn Sie alle bereits wieder andere Beiträge lesen und dieses Nichts hier längst schon vergessen haben, werde ich noch immer darüber brüten, welcher Teufel mich geritten hat, zu glauben, ich könnte einen Artikel über Vermeer verfassen,einen der fesselt, ohne Recherche, ohne Kenntnis, ohne mühevolle Vorarbeit?

Denen von Ihnen, den Hartgesottenen, die verblieben, stur und eigensinnig, will ich eine Vermutung verraten. Es waren die Erfolge der letzten Zeit, Die machten mich, mea culpa, arrogant. Es ist, so vermute ich stark, mein Weltherrschaftsgebrechen. Ich tat mich immer schwer, einzusehen, dass bis Moskau kommen und dort über den Winter hinaus auch zu verbleiben mit harter Arbeit (plus ausreichend Fussvolk, Proviant und der richtigen Propaganda) verbunden ist. Und ich kann nur hoffen, dass dieses komplette Desaster mich im besten Fall demutsvoller macht, damit ich mich wieder auf meine Stärken besinne, wenn es sie denn je gegeben haben soll.

Gehen Sie jetzt! Ich rufe Ihnen nicht meine Hoffnung nach, Sie kehren wieder. Bestimmt nicht. Verdient habe ich das Abwandern Unzähliger. Das Angebot ist groß. Ich konnte nicht liefern.

Und habe doch, ohne zum Thema zu kommen, bereits mehr als 500 Worte zustandegebracht. Nun zwingen Sie mich nicht, weiterzuschreiben! Lesen Sie nicht weiter. Es führt zu nichts. Sie haben doch noch bestimmt Besseres heute vor. Ich selbst müsste mich noch um den Haushalt kümmern, also……

DINGDONG!

….oh! Entschuldigen Sie mich für einen Moment! Ich bin gleich wieder da…….

….So, da bin ich. Nur jemand, der ein paar Fragen an mich hatte. Kommt recht häufig vor in letzter Zeit. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, beim Haushalt. Ich kann jetzt wirklich nicht länger. Und Sie doch auch. Ich verspreche Ihnen, wenn Sie das nächste Mal in einen, meiner Beiträge geraten sollten, wird es, das wenigstens, ein paar Kekse oder sowas geben. Und wir machen es uns gemütlich.

Ich will es dann kleiner anfangen und nicht großtun. Keine Vermeer-Versprechungen, aber zumindest ein guter Gastgeber, das bekomme ich hin. Jetzt aber, mit einem Blick auf die Uhr, müsste ich Sie wirklich. Sehen Sie es mir bitte nach!

Danke. Ciao!

Und wenn Sie einen Beitrag lesen wollen, der wirklich hält, was er verspricht, Zypern, kann ich da nur sagen. Oder war es Bochum? Na,Sie werden es schon herausfinden.

Ob ich die wiedersehe? Gott ja, das wird sich zeigen.

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25 Gedanken zu “Vermeer

  1. Na, wie schön, dass Vermeer solch einen klangvollen Namen trägt, sonst wäre der Beitrag nicht entstanden, was überaus schade wäre, wobei ich ihn gar nicht gelesen habe und nein, gewartet als es klingelte, habe ich auch nicht. (In Wirklichkeit bin ich eigensinnig und habe doch gewartet, doch das verrate ich ihm nicht.)

  2. Heute: Auftrag:RKG (Mercedes Werkstatt, für Unkundige)
    Ich die Chaufeuse professionell:“Sie haben ein Taxi bestellt?“
    Die Gegenfrage der Telefoneuse am Empfang:“Nach Wesseling Wärmerstraße, was kostet das?“
    “Das muss ich nachsehen, Augenblick. “
    Tipperei an der Handfessel, Navi füttern, brauche ja Kilometer für die Berechnung. Keine Wärmerstraße.
    „Wie ist gleich der Straßenname?“
    Endlich spricht der Fahrgast für sich selbst:“ Vermeerstraße. Wer war Vermeer? Wer weiß es?“ Die Rädchen in meinem Schädel setzen sich ächzend in Bewegung. Zu langsam. Fahrgast kredenzt:“Ein weltbekannter Holländischer Maler. Und somit liegt die Straße im — Malerviertel.“
    Tja, Herr Hund. DAS ist tatsächlich HEUTE passiert. Und selbst, wenn Sie mehr über ihn geschrieben hätten, hätte es mich nicht gerettet. Weil ich den Artikel jetzt erst lese. Und sehr genieße, dass Sie nicht viel über ihn sagen können.

    Allerherzlichste Vermeer unkundige Grüße aus der Droschke,
    Ihre Silvia Meerbothe

  3. Herr Hund, Verehrtester, was soll ich sagen…?
    Dass ich mich riesig freue, ich danke Ihnen….ganz herzlichen Dank.

    Aber Herr Gund, so geht das aber doch nicht.
    Verdrücken gilt nicht…
    Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen das liebevoll verzierte Lobeerkränzchen zurückgebe…
    …ich glaube, wenn ich Ihnen sagte, dass ich gern Trüffelchen verkonsumiere, Ihre besonders, wissen Sie schon, warum das sein muss.

    Vermeer mag ich übrigens sehr…😊✨

    Und jetzt…verlink ich Sie und Vermeer nach Zxpern. Dort gehen Sie mit dem Stimmungskünstler nach Troodiotissa und küssen die Maria auf den Venusgürtel. Dann haben Sie glückdtechnisch für dieses Jahr ausgesorgt. Dann malen Sie mit Vermeer eine Mittelmeerstimmung mit roter Erde, dem herben Duft der Aleppo- Kiefern sowie dem Gipfel des Olymp in den Wolken. Es wird rin warmes blaurotgrünes Bild- in weichen Farben schwebend. Beachten Sie die grandiose Stille, Sie hören nur den Wind und das leise Streicheln des Pinsels auf der Leinwand…
    Spüren Sie schon, wie die Worte langsam zu Ihnen kommen…?

    ….
    Liebe Grüße
    von der Karfunkelfee

  4. Könnte ich mein Nichtwissen nur so brillant und fesselnd formulieren, wie Sie Ihr vermeintliches… Ich genoss es sehr und versuche zu lernen…

    Mit Hochachtung

    Stachelvieh

  5. Lieber Herr Hund,
    warum das Köpfchen zerbrechen, die Schlappohren hängen lassen? Einen kleinen Seufzer in meine Richtung und die Buchhändlerin Ihres Vertrauens hätte Ihnen die Bücher und Kataloge aus ihren Regalen über Vermeer hervorgezaubert.
    Sie haben wahrlich Wichtigeres zu tun, als uns hier zu unterhalten, zwar sind wir immer eine ungeduldige Meute in Hunger auf Hundekost in Form von Literarischem, aber im Moment ist die Verwirklichung der Schoko-litera-terie viel wichtiger.
    Nichtsdestotrotz ist die Lektüre über angebliches Nichtwissen hundsmäßig köstlich, ich wollte ich könnte mein Unwissen so gut beschreiben, ich kann ja noch nicht mal mein Wissen gut in Worten ausdrücken -:(((, irgendein alphaxyomega-Gen fehlt da bei mir.
    Vielleicht können sich Ihre Verfolgermeute -:))) inzwischen mit dieser Dokumentation anfreunden?

    Es grüßt Sie und die übrige anhängliche Familie herzlich

    Karin

    • Erst kommt die Freude über Zuspruch, Unterstützung, die warmen Worte. Doch den kleinen Tadel kann ich Ihnen nicht ersparen. Gänzlich Abstand halten Sie von fehlendem Verständnis für den richtigen Ausdruck von dem, was Sie ausdrücken möchten (obwohl da das letzte Wort ja schon immer der Autor selbst hatte). Nein, Sie verstehen zu formulieren UND Sie haben vor allen Dingen Sprachwitz: mit Ihrer Erlaubnis würden Frl. Schneefeld und ich sehr gerne bei passender Gelegenheit den Begriff „Schoko-litera-terie“ verwenden, eine ganz vorzügliche Wortschöpfung, wie wir beide meinen. Und mit solchen Beispielen ließe sich durchaus fortfahren.

      Freundlichst zugeneigt
      Ihr Herr Hund

  6. Wenn Sie Ihre Gäste und Kunden später bitten, diese Benamsung auszusprechen würde das auch dazu dienen, zu testen, ob Ihre Gäste zu viel mit Alkohol gefüllte Pralinen probiert haben, es ist nämlich ein kleiner Zungenbrecher -:)))
    Natürlich dürfen Sie es mit dem größten Vergnügen haben!!!!!!

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