Mein Beitrag zu seiner Aktualität und Dringlichkeit

Dieses Buch, das ich hier kurz erwähnen will, führte in gnadenlos guter und effektiver Weise mir eine Aktualität vor Augen, die ich in der Form, literarisch aufgearbeitet, nur selten in die Hand bekommen habe, eindringlich, ich kann es nicht anders sagen, existentiell und wie ein Schlag ins Gesicht, stelle ich mir vor, um dann keineswegs überraschend auf die brennende Frage, die sich als eine Krise herausstellte, eine genial einfache Antwort parat zu haben, indem es mir half die mir bereits seit Stunden lästige Fliege in ihre Elementarteilchen zu zerlegen und mir so gestattete, in aller Ruhe mit der Lektüre meiner Wolverine-Comics fortzufahren.

In dieser Hinsicht unterwerfe ich dankbar mich der Größe und aktuellen Bedeutung eines Werks, das zwar noch nicht gelesen, aber doch wenigstens in die Hand genommen seine poetische Kraft zeitigte. Und hier schon, ohne auch nur eine Seite aufge-, allerdings einen Unruhestifter erschlagen zu haben, zeigt sich ein nicht zu unterschätzender Nutzen dieses Buchs. Alles Weitere wird man sehen.

Nach Wolverine.

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18 Gedanken zu “Mein Beitrag zu seiner Aktualität und Dringlichkeit

  1. Welche Zufälle das Leben so heranspült. Gestern versuchte ich endlich, mich dem Proust zu nähern. Aber auch ich ward von einer Fliege geärgert – von einer dieser dicken, großen, schillernden, die besonders häßliche Flecken machten. Mit dem Prpust-Suhrkamp-Schuber hätte ich sie sicher getroffen – aber schade doch um das schöne Stück. Während ich noch da saß und grübelte, ob ich einen Asterix opfern sollte, geschah ein kleines Wunder: Die ff (fette fliege) fiel ins faftglas.

    • Gab ich Ihnen Gelegenheit, das Beginnen der lohnenswerten Proust-Lektüre bis zum Verlust aller Zeiten hinauszuschieben durch einen leichtfertigen Beitrag, so neige ich (fast) dazu, ihn wieder aus dem Hundschen Programm zu werfen. Für Sie. Für Proust.

      „Erkennen Sie das Werk, das gemeint ist?“ war im Übrigen die ursprüngliche Überschrift. Erkennen Sie das Werk?

      Freundlichst
      Ihr Herr Hund

      • Nun, nach dem dezenten Hinweis auf die Elementarteilchen habe ich eine Unterwerfung Ihrerseits unter das dominierende literarische Thema und den Autoren mit der leicht verwuschelten Frisur vorgestellt. Es könnte aber auch sein, Sie spielen aktuell Herr der Fliegen.

      • Sie ahnen richtig. Ich bin gerade weitab von heute und lege zahlreiche Lesezeichen zwischen Seiten des „Radetzkymarsch“ und nur ab und zu tatsächlich Wolverine-Comics („verschämte Lektüre“. Wie sich das wohl zusammenreimt?
        Frau Holle wird aber sicher noch irgendwann gelesen werden.
        Und HerrderFliegen ebenso.

      • Radetzkymarsch! Habe ich während meiner Roth-Phase wiedergelesen, aber eine Besprechung noch zurückgestellt. Wollte mir noch mehr anlesen über die Gründe der Roth`schen Sehnsucht nach der Kaiserzeit…

      • Ist auch bei mir ein Wiederlesen. Und muss zugeben, ich bin reifer für das Werk. Mögliche Empfehlung meinerfseits folgt. Wir stimmen uns da besser ab, oder?

      • Was lesen Sie denn sonst noch…?
        Ich bin nicht ganz auf dem Laufenden bei Marvel und die Bücherei…tzä!
        Manga wie feinstgezeichnetes Aquarell , wie Gemälde, sowas…
        …haben die nicht da.
        Und als Marvel begann mit den Universen zu jonglieren, kam ich zeitlich auch nicht mehr nach.
        Dafür ist es mehr Hobby als Standbein.

        Es ist schön, von Ihnen etwas gelesen zu haben, stets eine Freude.

        Liebe Grüße
        von der Karfunkelfee
        (heute in gezeichnet mit einer Sprechblase, in der steht:
        Und dräut der Winter noch mit Schnee…Frühling kommt bald, prognostisophiert die Karfunkelfee👀)

      • Auf dem Laufenden bin ich schon lange nicht mehr und in keinem Bereich.
        Ich kann nur sagen, dass Kenntnis und Leidenschaft ich bereits sehr lange und ausgelöst durch meine Oma mit mir herumtrage. Bin aber keiner, der sich entschieden hat, DC oder Marvel. Nein, ich finde hier wie da meine Lieblingssuperhelden und -schurken.

        Freundliche Grüße
        Ihr Herr Hund

      • Entscheiden? DC oder Marvel, Sein oder Nichtsein oder eben ein Held für Geld.
        Ja, ich mache es wie Sie.
        Fein ist das, wenn’s Trüffelchen zu finden gibt.
        Oink oink….

  2. Für Banausen wie mich ist – also nur mal so in die Zukunft gedacht – die klassische Nennung von Titel und Autor:in eher hilfreich. Weil Wuschelköpfe kenne ich viel zu viele.
    Ansonsten: Schöne vier Sätze.

    • Bei genauer Nennung wäre die satirische Spitze stumpfer, will ich meinen. Doch für Dich: Houellebecq, Die Unterwerfung (und ich weiß nur, was ich von anderen weiß)

      • Satire darf alles, also auch unverständlich sein.
        Meint der Banauserich. Und das klingt bloß schlau, wäre aber nur Zufall, wenn es wirklich so sein sollte.

  3. Aus-gelesen habe ich dieses Buch und es ist zu empfehlen, auch wenn ich als Frau seine erotischen Einlassungen gern überlesen hätte.
    Es strotzt vor Ironie und Satire und ist eine bittersüße Abrechnung mit den französischen Eliten, der Politik und dem, was da (leider nicht nur ) in Frankreich passiert. Das Zusammentreffen mit den aktuellen Geschehnissen war von ihm ja gar nicht vorauszusehen und er war selber überrascht. Es ist weder ein Buch für oder gegen den Islam, es entlarvt nur träges, einseitiges Denken und wie schnell die Elite ihr Mäntelchen in den Wind hängt.

    „Die Liebe eines Mannes ist nichts anderes als die Anerkennung für das ihm bereitete Vergnügen.“ so ein typischer Houellebeqcsatz.

    Wolverine kenne ich wiederum gar nicht -:)))) den Radetzkymarsch schon, vor ewigen Zeiten gelesen, erinnere mich aber nur noch vage an den Inhalt. Mein Gedächtnis weist Programmierfehler auf -:))

    mit netten Morgengrüßen gen Berlin

    Karin

    • Herr Struwelpeter-Holle, ich werde ihn mir vornehmen. Einmal, dann mag er noch relevant sein, lese ich ihn. Wie ich alle irgendwann lese, ich der Einköpfige, die Kinderseele. Mit allem, was sich findet, spiele ich Gedankenspiele, respektlos, mitunter falsch nach eigenen Regeln und oft zur Unzeit.

      Das Zitat ist unfair, aber wahrscheinlich korrekt.

      Liebe Grüße ab Berlin und in Ihre Richtung
      Herr Hund

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