Herr Hund und wie Luiz ihn kennen lernte

Da ist Vieles fabuliert, das mit der Realität (?) nichts zu tun hat. Nun, ich bin keine in der Öffentlichkeit stehende Prominenz und dies ist kein Artikel einer überregionalen Tageszeitung; ich erwarte darum keine Gegendar- und Richtigstellung. Vielmehr, wenn erlaubt, eine Fortsetzung, denn ich würde zu gern erfahren, was sich noch zu dem, was meinen Namen trägt und zu dem, dessen Name Luiz zusammenfabulieren lässt.

Doch am Ende ist alles wahr, entweder so, dass ich meine eigene Geschichte vergessen hätte oder zumindest manch biographischen Zusatz. Oder dass es auf dieser Welt mehr als ein Herr Hund, mehr als einen Luiz geben sollte. In dem Fall würde ich meine erworbene Einzigartigkeit, denn es ist noch Garantie drauf, beim Anbieter zurückgeben. Schade wäre das, sie passt so gut.

philosworte

Hier nun also die Geschichte, die ich dem verehrten Herr Hund versprochen habe. Bzw., so ganz ist sie es nicht. Es ist nur das erste Kapitel.
Und jetzt viel Vergnügen bei eurer ersten Begegnung mit Herrn Hund, Luiz und dem Chamäleon.

Luiz lebte in einem grauen Haus in einer kleinen Straße in einem kleinen Ort, der ein Vorort zu einer immer noch kleinen Stadt war. Er hatte keine Geschwister und keinen Hund, nur ein Chamäleon, das sich aber nur wenig bewegte und mit dem er nicht spielen konnte. Manchmal las er Konrad, dem kleinen Chamäleon, Geschichten vor, aber spielen, das konnte Konrad wirklich nicht. Dazu fehlten ihm allein schon die Finger. Wenn Luiz Eltern also arbeiteten und er aus der Schule zurück war, saß er in dem weiten Garten in der Hängematte und beobachtete die Pflanzen und Tiere oder dachte sich Geschichten aus, in denen er nicht in einem zu…

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Nur das, was es braucht – Green Marketing

Papier aus Kalziumkarbonat. Also doch zurück zur Stele? Nicht ganz. Und auch nicht „schwere“ Lektüre.

Von manchen wichtigen Büchern sagt man, es werden die ersten Seiten gelesen und die letzten Kapitel, dann verschwindet das Ding, Thema Kapitalismus, Globalisierung etc. im Regal oder bei Ebay. Und so wurde es Bestseller.

Nun, dieses ist schmal. Man kann es durchlesen und muss sich und anderen nichts vormachen dabei. Zudem, es hat die Ausmaße nicht, um Platz wegzunehmen im Regal. Im Gegenteil, man muss achtgeben, dass es nicht verlorengeht.

Ein Buch, das ich zweimal lesen und in dem ich immer wieder blättern kann, um darin Wissenswertes zu finden, nenne ich nachhaltig. Es sagt nicht mehr, als was ist. Auf seine Weise ist es downsized.

Und ich finde kein Wording darin, keine Worthülsen und leeren Behauptungen. Ökonomisch und wesentlich. Nichts, auf das sich gut verzichten ließe. Das Thema: Grünes Marketing. Nur das, was es braucht.

Green Marketing

Nur das, was es braucht, ist ein Luxus, den wir uns nehmen sollten. Nicht das, was haben zu müssen, bloße Behauptung ist.

Nichts ist von Dauer. Nichts hält lange vor. Vor allem nicht, nicht endlos, unsere Ressourcen. Es sollten demnach die Bedürfnisse angepasst sein. Und es sind dabei nicht allein unsere Bedürfnisse im Spiel, obwohl diese letzten Endes den Ausschlag geben. Machen wir uns nichts vor.

Unsere Kinder. Unsere Umwelt. Unsere Zukunft. Doch auch, deren Kinder, deren Umwelt, deren Zukunft. Oder das Uns weiter fassen. Was nicht so einfach scheint.

Alles fängt beim ICH an. Ich bin kein Experte, aber das ICH ist zu überzeugen zur Rettung der Welt. Hier beginnt Grünes Marketing.

Ja, mein ICH hat ein Gewissen. Nichts Egoistischeres als das eigene Gewissen. Ist es beruhigt, ist alles gut. Meistens aber nicht. Und nichts Schwerfälligeres als das Gewissen. Wenn es satt ist, ist es schwer, es wieder in Bewegung zu bringen.

Unser Gewissen ist schnell zufrieden gestellt. Unsere Bedürfnisse eher nicht.

Wie ich es verstehe: Nachhaltiges Marketing bringt Bedürfnis und Gewissen zusammen. Das, was wir wollen, soll das sein, was es braucht.

Grünes Marketing ist die berechtigte Kunst, das Gute Gewissen in Bewegung zu halten. Berechtigt, weil es die Dummheit des Menschen (Konsumenten) nicht voraussetzt, sondern versteht, dass dieser weiß, was ihm auf lange Sicht gut tut.

Nachhaltig eben.

Helmut – sein kurzer Ruhm

Er, sein kurzer Ruhm oder so Ähnliches; dieser beiläufige Irrtum. Für Minuten, Stunden vielleicht sogar war Helmut Jemand. Nicht nur irgendjemand, sondern ein berühmter Jemand und nicht nur Helmut. Nur?, das hat ihm keiner je gesagt, Du bist nicht Nur-Helmut. Hat sich aber so angefühlt für Helmut. Und dann, diese Zufälligkeit, Helmut steht plötzlich, für alle sichtbar, die es sehen wollen, die es verstehen können, ganz vorne. Sie sehen Helmut und denken: Der ist groß. Ich habe alle seine Bücher gelesen. Helmut hat das nicht. Von dem, der tatsächlich gemeint ist. Weiß wenig über diesen Gemeinten.

Nur jetzt steht Helmut da, an seiner statt, hat wohl die falsche Tür genommen. Wollte nach Hause, keiner, der wissen will, wo das ist und wenn er zuhause ist, sich noch eine Dose Heringe in Tomatensauce aufmachen. Im Fernsehen wollte er sich eine Spielshow ansehen. Bei der hat er bis dahin immer lachen können, Helmut. Wollte, was das heißt? Als hätte Helmut einen wirklichen Willen gehabt. Er hat dahin gelebt. Konnte es aber, ich glaube das, nur, bis er durch diese eine Tür ging, die nicht die zu seiner Wohnung gewesen ist, in der Vorstadt von…., nun, irgendwo eben.

Er steht da. Sie sehen ihn, die Aufgeweckten, die Kultivierten, die mit Bildung und glauben, ja, sie glauben, wenn sie die Tatsache, dass da ein Helmut steht, nicht einfach überlesen. Sie hätten so kaltherzig sein können, sich zu empören, Nein, Du bist nicht der echte, du bist nur dieser Helmut. Taten sie nicht. Und Helmut stand da und vernahm, was man von ihm erzählte, glaubte selbst das ein und andere von sich, das man doch nur dem Leben bzw. Sterben des Gemeinten zusprach. Nein, das Sterben nicht, das glaubte Helmut von sich nun ganz und gar nicht, obwohl der Unterschied nicht sonderlich groß zu dem, was Helmuts Leben ausmachte, hätte gewesen sein dürfen.

Wenn man Helmuts Leben denn hätte kennen wollen. Das dieses Gemeinten wohl eher und besser. Weil es bedeutsam war. Solange Helmut Platzhalter war, war er bedeutsam, war sein Leben bedeutsam, waren Heringe in Tomatensauce und Spielshows am Ende eines bedeutungslosen Tages weit weg. Helmut war Dichter. Der Dichter war Helmut. Bereits lange tot, aber immerhin.

Und wie er sich wohlig darin fühlte, dieser Dichter zu sein, allen Ungereimtheiten zum Trotz. Er rührte sich nicht, wollte in dieser Berühmtheit nicht auffallen. Nur genießen, das Licht der Scheinwerfer, die Sterne, die man ihm zuwarf, einfach Jemand zu sein, den die Menschen kennen…….und lieben.

Bis ich ihn verriet und ihn in sein bedeutungsloses Leben zurückstieß, wie ich es bereits mit Johann Wolfram von Goethe, Friedhelm Hölderlin und Aaron Kierkegaard gemacht habe.

Und ich glaube, aus Neid.

Tut mir leid, Helmut.

So wichtig ist mir dein Schicksal dann auch nicht.

Wie lerne ich zu schreiben wie Herr Hund? Lektion 9: Auto(r)mat

Mein Nachbar kann löten, ich schreib ihm Briefe und Grußpostkarten, Es war naheliegend, dass er mir bei der Umsetzung meines Plans helfen würde.

Irgendwann, Herrschaften, muss man sich entscheiden, entweder ein sehr guter Autor zu sein oder löten zu können. Für mich war das damals kein Thema. Und um ein wirklich, wirklich guter Autor zu werden, verzichtete ich auch gleich auf das Schrauben. Also sehr sehr gut und anbetungswürdig schreiben ja, löten und schrauben nein. An den Texten von einigen von Ihnen habe ich schon vor längerer Zeit erkannt, das sind Löter und Schrauber. Die Qualität war entsprechend zweideutig. Denjenigen kann ich nur raten, suchen Sie therapeutische Hilfe. Es ist möglich, aber ein steiniger Weg.

Sie müssen wissen, bedeutsame Autoren sind noch nie in der Lage gewesen, eine Glühbirne einzudrehen. Ein Dichter ist mir im Baumarkt noch nie begegnet. Weil ich natürlich selbst dort nie anzutreffen bin. Hemingway soll einmal etwas geschnitzt haben. ich halte das für Legende. Hesse soll in Indien das Töpfern gelernt haben. Wenn es stimmt, haben seine Texte sehr darunter gelitten. Den Nobelpreis hätte er später nicht mehr bekommen dürfen.

Ich aber will und werde ihn bekommen und bin zu diesem leichten Opfer schon immer bereit. Mir kommt keine Keramik dazwischen, Baumärkte umfahre ich weitläufig. Es fehlt zum Ziel nicht mehr viel.

Es gab diese Episode in meinem Leben, da hatte ich mich im Urlaub von einem ambitionierten Animateur zum Korbflechten überreden lassen. Was soll ich sagen, die Texte, unmittelbar nach dem Urlaub verfasst, waren schlichtweg Scheiße. Ein unrühmliches, doch zum Glück kurzes Kapitel.

Eines will ich nicht verschweigen: es kann die Zeit kommen, da wird man einen Partner haben, die Phase der Liebesgedichte ist längst passé, er/sie will stattdessen, dass man beim Montieren des IKEA-Regals hilft. Da wird Geschick erforderlich sein, um sich aus dieser Situation hinauszumanövrieren und doch den Partner zu behalten. Mein Glück damals ist gewesen, von einem befreundeten Arzt ein entsprechendes Attest bekommen zu haben: Dichter, chronisch. Da ließ sie mich in Ruhe, schaute mich nur gelegentlich ganz mitleidsvoll an. Ich hab das nie verstanden. Das mit dem Regal hat sie übrigens ganz gut allein hinbekommen, Transport und Montage.

Und weil ich also Text-, kein Handwerker bin, mein Nachbar aber schon, war mein Beitrag der Plan, denn in der Theorie kann ein Autor alles. Er war bereit, weil er wusste, er war mir etwas schuldig. Viele Briefe an Sophie, Gerda, Monika und das Finanzamt hatte ich für ihn geschrieben; die Grußkarten vom Gardasee und von Usedom und die zu den Festtagen Ostern und Weihnachten waren stets ein voller Erfolg gewesen.

Arbeitsteilung.

Wir schlossen uns ein. Ich erzählte ihm, beschrieb die notwendigen Schritte, zitierte koreanische Betriebsanleitungen. Und er lötete. Einige Kannen Kaffee wurden geleert. Wir haben uns nicht rasiert, nicht die Kleidung gewechselt und nur sehr wenig geschlafen. Im März hatten wir begonnen. An Ostern schüttelte ich mir kurz einen Postkartengruß für seine Familie aus dem Ärmel, Anfang Mai waren wir fertig. Gottseidank, denn der Lötzinn war alle.

Das war die Hardware, ich machte mich zugleich daran, die Software zu installieren. Die Werke der Autoren, die ich gelten ließ, sprach ich über ein Mikrophon ein: den gesamten Shakespeare, Henry James, Tim & Struppi und der Sonnentempel etc.. Auch einige „Jugendsünden“ von mir selbst würden Teil des Programms sein. Mein erstes Da-Da-Gedicht mit eineinhalb etwa; ich schlug danach zwar einen komplett anderen Weg ein, mehr ernsthaft, doch wollte ich es nicht ignorieren. Es war gut genug. Dieser Autormat sollte meine Fähigkeiten, mein Vermögen weitest gehend lückenlos in seinem Speicher haben, damit er in Abwesenheit meiner Person mich würde gänzlich vertreten können.

Und er funktionierte. Ein paar Kabel und irgendwelche Chips, der Schlauch von einer alten Waschmaschine, eine Kuckucksuhr, Holz und Pappe, und ein verrostetes Fahrrad. Ein wenig dachte ich anfangs schon, das klappt nie. Doch hatte ich wohl mehr als nur dieses eine augenscheinliche Talent.

Diese Apparatur wird mich also vertreten. Sie müssen wissen, mein Terminplan ist voll. Nicht immer werde ich hier vorne stehen können. Lesungen, Vorträge, das Freibad, das seit letztem Wochenende wieder geöffnet hat. Termine. Sie können sich aber darauf verlassen, es wird Ihnen nicht zum Nachteil sein. Die Kursgebühren bleiben allerdings die gleichen.

Eine Sache noch zum Antrieb. Mir war bei der Umsetzung des Plans Nachhaltigkeit sehr wichtig. Uranbrennstäbe, Diesel oder Duracell-Batterien kamen nicht in Frage. Sie sollten in ökologisch freundlicher Atmosphäre lernen. Deshalb kam ich auf die Idee, den Apparat durch Menschenkraft anzutreiben. Auf diesem Fahrrad wird einer von Ihnen Platz nehmen und für die Dauer einer Kursstunde in die Pedale treten. Die Kraft überträgt sich über diese Riemen, ein Blasebalg kommt dadurch in Gang, der Autormat beginnt zu sprechen. Wechseln Sie sich am besten ab, jede Woche ein anderer.

Doch bleiben Sie stets in einem angemessenen Tempo. Zu langsam, zu schnell der Vortrag und sogar Shakespeare verliert an Ausdruck und Ernst. Lernen Sie poetisches Gleichmaß durch Treten. Eine gute Übung sicherlich.

Ich will nicht zu oft fehlen. Das Menschliche ist am Ende zu wichtig. Eine Maschine wie diese wird niemals ganz mich ersetzen können. Da sind Kleinigkeiten, Zwischentöne, kaum wahrnehmbar, doch machen sie den Unterschied aus. Es ist ein Behelf, nichts mehr. Und wahrscheinlich nur ich selbst hätte so eine Maschine entwerfen können.

Löten tun andere.

XXIV: Der Plan der Madeleine

Grundversorgung mit anschließender Autoverfolgung. Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Jetzt, Monate später kann man es verraten: es gab diesen Plan. Drei zu Zwei sind ganz froh, dass daraus nichts wurde. Wahrscheinlich auch der ein oder andere Radfahrer.

Es lebt bei uns dieses süße Früchtchen, klein, aber oho. Es ist nicht so wild wie Tischer, aber das auch nur, weil es in der Wildnis keine Boutiquen und französische Cafés mit freundlicher Bedienung gibt. Davon abgesehen haben diese beiden durchaus ein ähnliches Naturell. Die Neigung zum ausgiebigen Schlafen etwa, bei ihr allerdings der Schönheit wegen. Und sie muss sie haben, diese Schönheit, denn Marcel, der Schöngeist, hat einen Blick dafür und ist ihr gänzlich verfallen. Wenn einer eine Dichterseele und ein Lämmchen ist, kann das schonmal passieren. Und für diese eine würde Marcel, bei nicht geringem Unbehagen zwar, so ziemlich alles tun.

SandalettenMadeleine, kleines Nilpferd, im Grunde nur schlafende Muse, an den wachen Tagen hachend und seufzend in Marcels Arm, hat diese eine vermaledeite Schwäche: modische Badelatschen. Diese Passionen auch, machen aus sonst so liebstreizenden ausgeglichenen kleinen Wesen mitunter Geschöpfe mit krimineller Energie. Und die Genialität, nicht zugemutet, trat in der Folge offen zutage.

Obwohl, so ausgeklügelt musste der Plan nicht einmal sein, der sich in Madeleines Nilpferdgehirn im Herbst 2014 nach Ansicht einer Mode- und Lifestyle-Zeitschrift in Hochglanz, „Das trägt 2015 die modebewußte Dame am Fuß“ gleich auf Seite 10, wie von selbst einstellte. Es brauchte nur eine willige Mannschaft von Helfern.

Geradezu simpel war der Plan: Maske auf, Stürmen, Drohgebärden und Fuchteln, Ausräumen, Weg. Es springt einem sicherlich die Genialität dabei sofort ins Auge. Die Sicherheitsmaßnahmen in Schuhgeschäften sind ein schlechter Witz. Und ausgerechnet das Regal mit den Badelatschen bleibt die meiste Zeit des Tages unbewacht. Keine Kameras, keine ehemaligen Bodybuilder oder Fremdenlegionäre in Anzügen und mit Knopf im Ohr. Es steht einfach so rum, Ein Kinderspiel also.

Das zumindest war die Einschätzung von Madeleine. Sie wollte die Kollektion. Denn immer nur rosa? Was würden die Leute sagen?

Und was Madeleine will, das will Marcel auch. Helfer eins war also sofort gefunden. Zwar liegt dem Poeten nicht so das Stürmen und bedrohlich Gebärden, aber er ist nun einmal dauerverliebt in die Dame und also treu. Unter der Maske wird Marcel schon überzeugend ausschauen. Nun ja, ein wenig. Es würde reichen müssen.

Marcel_maskiert

Kandidat zwei, der Mann in Dauerdrohgebärde, prädestiniert und schon überzeugt, bevor man ihn erst fragen muss, stellte lediglich die Bedingung, das Fluchtfahrzeug zu fahren. Und kein anderer. Das ließe sich sicher machen, könnte man den Busfahrer der Linie 101 von der Notwendigkeit eines Fahrerwechsels überzeugen.

Und so maskierte sich auch Tischer, um sofort loszulegen.

Tischer_maskiert_non_checkNicht ganz.

Tischer_maskiert_gar_non_checkFast….

Tischer_maskiert_checkPerfekt. Das Bedrohliche sogar nochmal gesteigert. Das Team war gefunden.

jetzt war lediglich Madeleine selbst noch zu maskieren, was nicht so einfach war. Denn sie wollte zwar diese Badelatschen unbedingt, doch sich einen Damenstrumpf über den Kopf ziehen, statt über die Beine; sie sträubte sich ein wenig. Es erschien ihr wenig elegant. Und eine Dame will doch gesehen werden. Wenn die Beute nicht so verlockend gewesen wäre, sie hätte von ihrem eigenen Plan Abstand genommen. Dann hatte der vorletzte Strumpf auch noch eine Laufmasche. Das ging gar nicht, nie und nimmer. „So gehe ich nicht auf die Straße!“. Einer war noch in der Schublade. Der musste es sein, sollte das Unternehmen nicht scheitern.

Madeleine_maskiertWenn der Strumpf auch farblich nicht passen wollte zu Madeleines aktueller Kollektion an wunderbarer Schönheit, die Zeit drängte. Es war Regen angesagt.

So machten sich letztlich die Drei an einem Nachmittag im November 2014 auf den Weg und kamen zwei Stunden später wieder zurück, „Sonn- und Feiertags geschlossen.“. Das ausgespähte Schuhgeschäft hatte verdammt großes Glück. Und die Geschichte war um eine kriminalistische Sensation gebracht.

Für uns hieß das, für Herbst 2015, die Brigitte nicht so offen rumliegen zu lassen. Dass Madeieine ja nicht auf Ideen kommt.

Oder wir schauen für unser Nilpferd nach Badelatschen, Größe 3-4. So teuer können die ja nicht sein. Müssen ja nicht gleich aus Mailand oder Paris sein.