Itiraf ediyorum(*): „Ich habe binooki beklaut.“

Ich habe binooki beklaut. Ich fühle mich räudig deswegen. Ein paar Tage ist es erst her seit dieser Tat. Ein für diesen Juni lauer Sommerabend, ein Geburtstag, 4 Jahre, eine Lesung und anschließend Häppchen, von denen zu viele ich aß. Doch von diesem Laster will ich gar nicht reden.

Nein, denn ich habe binooki beklaut. Es war diese Gelegenheit. Die Lesung war vorbei, ich war auf’s Äußerste angeregt. Alle strömten nach draußen. ich nicht, trotz der Häppchen. Keiner hat mich bemerkt. Alles recht unübersichtlich. Viele Menschen, auch einige Besiktas-Fans. Ich blieb zurück. Und tat es. Ich habe so etwas noch niemals vorher getan, ich schwöre.

Doch ich wollte diese Kleinigkeit, als eine Erinnerung. An den schönen Abend. Aber vor allem als eine Erinnerung an den Ehrengast.

Ich habe die Hoffnung, es müsste noch möglich sein, sich irgendwie zu arrangieren. Es muss nicht gleich ein Fall für die Justiz daraus werden. Ich bringe es zurück, wenn es sein muss, schicke es mit der Post. Oder arbeite es ab, indem ich die Bücher austrage oder so. Was hat binooki auch für Autoren, denen man an den Lippen hängt, wenn man zwangsläufig auch nicht jedes Wort versteht? Mit den Übersetzungen aber, da kann ich folgen. Das klappt. Sehr gut sogar.

Und werde verführt. Letzten Montag sogar zu einem Verbrechen.

Denn ich stahl ein Fragment von der Bierflasche von Emrah Serbes.

FragmenteDabei fällt mir ein, wo ich dieses Geständnis ablege, dass ich ein noch größeres Vergehen zu gestehen habe: ich habe noch kaum ein Buch von binooki gelesen UND von dem Ehrengast vom letzten Montag nicht einmal eine Zeile. Ich werde rot, da ich dies schreibe, nicht allein, weil das ja gar nicht geht, sondern auch wegen meiner Dummheit und meines Übereifers, hätte ich doch lieber seine Bücher klauen sollen und nicht einen Kronkorken.

So werde ich mir seine Bücher nun wahrscheinlich kaufen müssen, will ich sie lesen, denn ich denke, für die nächste Lesung wird das Hausverbot für meine Person zu rigoros umgesetzt werden, verständlicherweise.

Ben aptal! (*)

(* ansprechend wird bei binooki vom Türkischen ins Deutsche übersetzt, ich musste für den umgekehrten Weg auf den google-Übersetzer vertrauen. So oder so, es kam von Herzen, vorhandenes Sprachverständnis ist allerdings nicht zu vermuten. Bei Fehler in der Übersetzung bitte ich um Nachsicht und Korrektur.)

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