Wie lerne ich zu schreiben wie Herr Hund. Lektion 11 – fällt aus.

Party fällt aus

Ein wenig traurig war ich schon. Das Besondere wurde nicht angenommen. Der Blick auf’s schwarze Brett. Selbst für die gebrauchte Tuba wurden Telefonnummern in Streifen abgerissen, P.S. einer kann noch anrufen, ein Streifen ist noch übrig.

Aber gleich darüber, mein Aushang, meine Liste, die blieb unberührt. Nicht einmal angeknabbert hängt noch immer der Bleistiftstummel am Pin. Das Wichtigste will keiner lernen? Ich hab das mal hochgerechnet, einige könnten ganz gute Zahlen erreichen. es sollte für die Miete zzgl. Nebenkosten und warme Mahlzeiten schon reichen; will sagen, die Texte sind durchaus verkaufbar. Ein klein wenig wäre zu tun dafür.

Das wollte ich anbieten. Ich hatte mir für meine Schüler was ausgedacht. mal was Anderes und doch Bekanntes: Klassenfahrt. Ihr seid alle alt genug, also ohne Erziehungsberechtigte. Obwohl, das hätte ich jedem selbst überlassen. Wird jetzt nichts draus, keine einzige Unterschrift. Sah euch bereits, die lange Busfahrt herumbalgen, scherzen, die mitgebrachten Sunkisten und Lyonerbrötchen trinken und verschlingen, zwei bis drei Stopps für die Leichtblasigen.

Schade.

Und am Ziel hätten Jenny und Clemens uns in Empfang genommen. Die sind schon ein wenig weiter als ihr, nicht viel. Die wissen, wie’s geht. Hätten euch herumgeführt, mit euch ein paar Verkaufsspiele gemacht, Lesungen geübt. Wie man Widmungen schreibt ist auch wichtig, das habe ich euch noch gar nicht gezeigt. Die Obstkisten für einen vorzeigbaren Stand waren bereits organisiert. Dass man als Verlierer trotzdem einen guten Schnitt machen kann, hätte Clemens zeigen können und abends auf der Gitarre gespielt. Wir hätten zusammen Lieder gesungen, den Abend ausklingen lassen, so ein Verkaufstag ist anstrengend.

Und der nächste Tag zur freien Verfügung. Vielleicht, dass ihr selber einmal loszieht und schaut, was geht. Allein zur Übung. Ich weiß, ihr seid noch nicht soweit. Doch ihr hättet einmal sehen können, wie sich das anfühlt, hättet vielleicht Spass daran gefunden, dem ein oder anderen hätte es zusätzlichen Auftrieb geben können, sich in dem Tumult durchzusetzen.

Es wäre jedenfalls, mein Einfall, eine gute Übung gewesen. Woran liegt’s, dass ich jetzt also allein fahre, ich hab ja Termine, ich muss mich da zeigen, glaube, die würden ohne mich nicht anfangen? Ist der Schritt zu groß, die Scheu? Ihr habt sicherlich das Potential, das kann es also nicht sein. Was ist es dann? Die lange Busfahrt, die fremde Stadt. Als Autoren dürftet ihr keine Angst vor dem Fremden haben, im Gegenteil, wer schreibt, macht sich die Dinge zu eigen.

Ich komme nicht drauf. Helft mir mal. Habe ich etwas übersehen? Auf Augenhöhe, klar und deutlich in DIN A4 und euer Name hätte gereicht. Zwei Tage investieren für eure Zukunft. Eure Chefs hätten das verstanden. Und wenn nicht, ihr müsst rebellieren, euch auflehnen. Dachte, das wäre euch wichtig. Wegen den Kosten, wir hätten eine Lösung gefunden. Es gibt auch für diesen Kurs, mit allem, was dranhängt, Stipendien.

Leider, es wird also nichts draus. Diese Lektion fällt aus.

Ich darf nur nicht vergessen, Jenny und Clemens noch Bescheid zu geben. Die hatten sich den Tag mit euch freigehalten. Ist ja nicht so, dass die nichts anderes zu tun hätten.

In Frankfurt.

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„Man weiß ja nie.“

Ob ein Geschenk von Tante Gerda, auf einer Parkbank gefunden, im Geschäft gekauft oder geklaut, ob ein Rezensionsexemplar des Verlags, nichts davon sollte und darf  das Urteilsvermögen beeinträchtigen, höchstens die Wahl der Worte, wenn etwa Tante Gerda fragen sollte, nicht aber den Ernst bei der Sache.

Es bedeutet nichts, woher es kommt, nur, wie ich meine Zeit damit verbracht habe und was es mir hinterlassen hat. Dies Buch, von dem die Rede ist, ist ein Rezensionsexemplar. Das zur Transparenz. Nie wieder werde ich dazu etwas sagen.

Zum Buch selbst. Es hat es nicht auf die Liste geschafft. Auf eine andere allerdings. Die ist mir wichtiger: die Liste von Lieblingsbüchern. Das ist gut, der Verlag wird es gerne lesen. Mir ist die Liste wichtig. Mir sind die Bücher darauf wichtig. Jetzt dieses weitere.

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Und ich habe keine Ahnung, was ich davon halten soll. Es ist ein schmaler Band, mal wieder. Es verliert nicht viele Worte. Es bietet unendlich viele Möglichkeiten, es zu verstehen, richtig und falsch. Es regt dazu an, ich bin noch nicht dahinter gekommen, ob ich auf dem Holzweg bin. Ich werde es vielleicht weitere Male lesen müssen. Wie bei einem Ritual, einer Zeremonie. Dabei ist möglicherweise die Handlung selbst das Wichtigste.

Denn es besteht die Möglichkeit, es bedeutet nichts, die ganz große Ironie schlechthin.

Man weiß ja nie

Der Satz fällt, glaub ich, zweimal.

Man weiß ja nie.

Ich halte es für einen Kernsatz. Doch…

Man weiß ja nie.

Die Autorin sagt einmal (9:22), sie recherchiere und sie bluffe. Ich nehme beides ernst.

Sie nimmt eine verbürgte Randfigur, nennen wir sie einmal Dr.Shimamura und erweckt sie zum Leben. Theater wird gespielt, es soll Wissenschaft sein. Ein Fuchs tritt auf. Es gibt auf jeden Fall aber eine Besessenheit von ihm. Es gibt weitere verbürgte Figuren, die man besser kennt, Charcot, Breuer, Figuren, die ebenso phantastisch und ausgedacht anmuten, wie Shimamura selbst.

Realität, im besonderen die vergangene, ist -schiefes Bild- wie eine Wandmatte, damit man sich nicht an Kanten stoße. Shimamura ist einzig dafür berühmt in der Medizingeschichte als verantwortlicher Arzt,  für die Anbringung ebensolcher Wandmatten, dass sich seine Patienten nicht stoßen können, in Absicht oder nicht.

Unsere Erinnerung täuscht uns immer wieder, sie liegt ganz nah am Wahn … am Roman.

Das ist aus dem Buch zuvor. ich finde es passt ganz gut. Sowieso hängen alle Bücher zusammen. Ein Chor. Die schlechteren gewinnen dadurch.

Shimamura vergisst, weiß vieles nicht mehr, verdrängt. Shimamura ist Patient. Es ist bisweilen ungesund, sich zu erinnern,

sich tagaus, tagein zu erinnern, an dieses und jenes, und oft auch an dessen jeweiliges Gegenteil.

Das Oder-Projekt. Die Vergangenheit hält verschiedenste Optionen bereit. Wie war das tatsächlich mit dem jungen Studenten, Shimamuras Gehilfen? Shimamura erinnert sich nicht. Es waren da vom Fuchs Besessene. Es waren Exorzisten und Gefäße. Es war da ein besonders interessanter Fall. Es war da das Verschwinden des Studenten. Ohne ihn kehrt der Shimamura nach Tokyo zurück.

Es war da schon ein Fieber in Shimamura.

Am Anfang ist Magie. Dann ist Vernunft und Wissenschaft. Alles, was man weiß, bekommt seinen Platz, kommt in eine Ordnung. Damit wird die Welt erklärbar. Die ganze Welt.

Shimamura bedauerte, dass man sich das Gehirn nicht zuhalten konnte.

Shimamura reist. Ein Stipendium bringt ihn nach Paris. Ein Zentrum der Wissenschaft, westlicher Wissenschaft. Auftritt Charcot. Wie im Theater.

„In diesem Atelier“, sagte Charcot, „nehmen wir alles auf, ganz wie es geschieht, damit man es nicht für beliebig hält.“

 Patienten werden für die Vorstellung hergerichtet, modelliert, sie werden ins rechte Licht gesetzt. „Das Licht der Vernunft“. Es ist viel Kunst dabei in dieser neuen vernünftigen Wissenschaft.

Charcot sprach zum Publikum. Dabei löste er sanft den rechten Arm der Patientin aus dem Stoff und hob ihn, bog ihn, modellierte ihn mitsamt der Hand zu einer ausdrucksstarken Pose.

Wissenschaft ist eben auch Darstellung, wie es Erinnerung ist. Was man wissen kann – und will. Vernunft ist auch nur Wahn und jeder Wahn auf seine Weise vernünftig.

Shimamura kehrt zurück. Paris ist nicht seine Welt. Berlin und Wien ist es nicht. Für die Psychoanalyse ist ein Japaner zu höflich. Im Haushalt mit vier Frauen der Rest seines Lebens. Seine Mutter versucht eine Biographie ihres Sohnes. Alles passt irgendwie nicht, ist nicht stimmig.

Und was ist mit dem Fuchs?

Einmal, das erste Mal, kurz vor seinem Tod, sieht er ihn, eine Füchsin. Und diese, schon fast fort, dreht im Verschwinden den Kopf, ihr Blick, der sagt diesen Satz, von dem ich meine, es ist der Kernsatz.

Doch ich kann mich täuschen. Kann mich in allem täuschen und habe vielleicht Wesentliches ausgelassen, völlig falsch verstanden und gebe das hier ebenso falsch wieder, weiß aber bestimmt, weiß mein Gehirn, ich habe das gern gelesen, mich gerne herumführen lassen, weiß das noch, wenn ich schon das meiste von dem, was ich las, vergessen habe.

Christine Wunnicke – Der Fuchs und Dr.Shimamura, Berenberg-Verlag

Mein Lieblings-T-Shirt ODER Wenn man nichts zu schreiben hat, kann Mann jedoch noch Liebenswertes über sein T-Shirt sagen, interessiert es auch keinen

Es wird mit jedem Waschgang weniger. Und was es bedecken soll, wird mehr. Den Eifelturm hält Farbe zusammen, mein Lieblings-T-Shirt Schweiß. Ich kann darin ganz toll scheiße tanzen; es fühlt sich niemals peinlich an.

Da ist nicht Bayern drauf, kein Spruch, nicht Metallica, nicht Iron Maiden, obwohl doch, so fast. Es ist mit mir, wenn auch in entgegengesetzter Richtung alt geworden. Es würde immer zu mir nach Hause finden, sollte ich es……nein, das geschieht niemals.

Keine Alt_Kleider-Sammlung, lediglich ein wertvollstes Stück. Es reicht, zu wissen – gemeinsame Tourdaten im Leben, Gott, was haben wir durchgemacht. Das schweißt zusammen.

Keiner Sie hätte ich es je überlassen. Damals nicht. Und die Sie nun, sie wird mich mit ihm teilen müssen und es beim Waschen schonen; alles andere wird von mir als Tatbestand Eifersucht ausgelegt. Versuch es lieber gar nicht, dann kommen wir miteinander gut aus.

T-Shirt, jetzt sag ich es Dir einmal, alle sollen es lesen: ich glaub, ich liebe Dich.

Ein Bild?

Zu intim, uns beide zu sehen. Wir bleiben für uns, gerade heute. Zu persönlich. Aber einen Fingerzeig, nun gut, ein wenig, das dann doch, um zu verraten, was vorne zu sehen ist, wenngleich dadurch nicht zu wissen ist, wie gut es sich anfühlt, umhüllt es einen, allein nur mich.

Herr Hund teilt aus (1): Kuh – eine Kulturgeschichte

Ich bin nur ein kleiner Herr Hund mit kleinem Kopf. Meine Ansprüche und Begierden liegen ein Vieles unter meinem Können und meinem Fassungs- und Verarbeitungsvermögen. Weil das so ist, teile ich ab heute aus. Nicht etwa, wie mir beliebt, sondern nach Lust, Zeit und Laune an die, die das auch wollen. Das heißt, ich verschicke Bücher an liebe Menschen, Bücher, von denen ich glaube, diese lieben Menschen können mit Ihnen Sinnvolles anfangen, also lesen.

Und dann hoffe ich, wünsche ein wenig, verlange aber nicht, denn zu einem anständigen Drohen fehlt mir Gewicht, dunkler Blick und Gebärde, dass diese lieben Menschen mir dazu etwas schreiben wollen, was ich dann, ihre Einstimmung vorausgesetzt bzw. abzubitten, hier an dieser Stelle veröffentlichen möchte.

Das alles aber, wie es einem Streuner und Flanierer wie mir geziemt, ohne jedes Regelwerk und jede Geschäftsordnung: jeder also, wie er will und kann. Einzige Bedingung, dass wir alle lieb bleiben.

Respektlose Kritik an dem Geschriebenen quttiert Herr Hund mit Wadenbeißen.

Mein erster lieber Mensch und Rezensent ist Huck, für den ich der Tom bin. Er/Sie wohnt in einem Kessel und fährt häufig Straßenbahn. Und also, bitteschön, hier die Rezension:

Es ist soweit, meine erste schriftliche Rezension. Mündlich gab´s das schon, aber noch nie schriftlich.

Ich nenne sie „ DIE WIEDERKÄUER“

Das Kapitel über das Glück durch Wiederkäuen hat mir am besten gefallen. Darin habe ich erfahren, dass das lateinische Verb „ruminare“, nicht nur für das Wiederkäuen steht, sondern auch „intensiv über eine Sache nachdenken“ bedeuten kann. (S. 121)

Die Kuh

Das Buch „Die Kuh“ Leben, Werk und Wirkung von Florian Werner, auf dessen Einband eine Kuh scheinbar einen großen Sprung vollführt. Sollte der Sprung eine Art Leichtigkeit versprechen, kann diese nur den Text selber meinen, die Kuh ist trotz angedeutetem Sprung eher schwerfällig. Kühe sind eben keine Eichhörnchen.

Vielleicht soll dies bereits andeuten, dass der Kuh vieles (zu Unrecht) angedichtet wurde, dessen sie mit Sicherheit widermuhen würde.

Ich habe in diesem Werk viel Interessantes und Spannendes über Kühe erfahren, aber auch Einiges, was mich langweilte oder ich im Nachhinein nie zu erfahren hoffen wollte. Dadurch kommt das Buch schon fast wie das Leben selbst daher.

Zum Glück ist das Buch, anders als das Leben, wunderbar aufgeteilt und bei jedem Kapitel wird kurz der genaue Inhalt in Stichworten aufgeführt. So kann ich nach Lust und Laune, ja wie es mir beliebt, das Buch aufschlagen und nachlesen. Was für mich dagegen wünschenswert gewesen wäre, dass ein Teil der Abbildungen, welche zur Veranschaulichung dienen sollen, etwas größer hätten abgedruckt sein können.

Zu meinen Lieblingstieren zählt auch und vor allem die Kuh. Als ich das Buch zum ersten Mal in meinen Händen hielt, sind mir spontan viele Geschichten und lustige Erinnerungen eingefallen. Meiner Meinung nach gibt es über Kühe so viel zu erzählen, jeder hierzulande kennt bestimmt seine eigene Kuhgeschichte. Aber da die Erläuterungen in diesem Werk mehr kulturgeschichtlich gehalten sind und die Erzählungen zum Großteil aus der Vergangenheit stammen ist es nicht so verwunderlich, dass meine Storys über Kuhpatenschaften, über das tolle Kinderbuch “Mamma Muh“, und wer kennt sie nicht „Die Kuh Elsa“ von Didi Hallervorden, das schottische Hochlandrind,…nicht vorkommen und, klar, meine privaten Geschichten können nicht in diesem Buch stehen, obwohl ich diese durchaus lesenswert finde. Auch wenn das Buch viel Aufschluss über und durch die Kuh zum Menschen gibt, hätte ich in diesem Buch trotzdem gerne eine kleine persönliche Geschichte des Autors gelesen oder auch einen deutlichen Hinweis, dass oder ob der Autor meine „Kuhliebe“ teilt.

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Leider wird auch mein persönliches Lieblingsteil, das Ohr der Kuh, nicht erwähnt. Dafür wird ausführlich über die Augen, das Euter und die Kuhhaut gesprochen, auch schön.

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Doch ja, ich erwähne es gerne nochmal, ich habe vieles erfahren über das ich mich gefreut habe, sei es das Wissen über die Himmelskuh, die Mutterkuh, die Milch, Kuhhirten, Kuhgedichte und vieles mehr. Erschreckendes, Lustiges, Nachvollziehbares und Sonderbares. Es sei mir erlaubt folgenden Satz besonders hervorzuheben, da er doch sehr beruhigend auf mich gewirkt hat: „ Wir dürfen also davon ausgehen, dass in den ewigen Weidegründen neben dem Flattern und Singen der Engel auch immer wieder ein seliges Muhen zu hören sei.“ (S. 222)

Um mit den Worten einer Kuh zu sprechen, muht es doch quasi nach einem Buch „Die Kuh – Zwei“.

Ich muss mich auch nicht zurücklehnen und wiederkäuen um ganz gelassen feststellen zu können, sollte es das Buch “Die Kuh- Zwei“ wirklich einmal geben, ich dieses lesen werde.

Die veryveryveryveryveryverylonglist für die nächsten 10000 Jahre und die darauf folgenden

Es wissen ein paar vielleicht, ich habe bereits eine Messe gebastelt. Das verlinke ich jetzt nicht für die, die das noch nicht wissen, sucht oder kommt einfach im nächsten Frühjahr vorbei.

Ich hab mir zeigen lassen, eine Liste mit Gewinnertiteln ist wichtig. Die braucht’s einfach. Nun, mein Anspruch ist Objektivität, Fairness und das, was keinen Zweifel lässt. Dann hören die Diskussionen auf und es bleibt mehr Zeit für’s Lesen.

Aus diesem Grund mit dem Strom auch meine Messe, wird es eine Liste geben, für die zur Zeit eine Jury, bestehend aus mir, die Jury auswählt, die die Jury auswählt, die dann die Bücher lesen darf…..Moment, da hab ich jetzt irgendwo eine Jury vergessen, na, die wird sich schon finden und ihren Platz einnehmen.

Diese gewählte Jury, also die letzte dann, ich gehe stark davon aus, dass ich das sein werde, aber man weiß nie, Überraschungen sind immer drin, die wird sich in einem ersten Durchgang der vvvvvvvvlonglist annehmen, sie einmal querlesen oder durch, Hauptsache gründlich, und die Bücher auswählen, die dann auf die vvvvvvvlonglist kommt. Was an Büchern und Jury dann noch übrig ist, wird in zweiter Runde usf, ihr kennt das Procedere.

Der zeitliche Ablauf sieht vor:

Bekanntgabe der Titel, die es auf die vvvvvvvlonglist geschafft haben: Herbst 4027
Dann folgt eine kurze Kaffeepause. Es wird der Presse Zeit gelassen, das Ergebnis zu bewerten. Uns/mir sehr wichtig, die mit im Boot zu haben, besonders den von der Süddeutschen.
Wer es nach dem nächsten Durchgang in die vvvvvvlonglist geschafft hat, soll im Herbst 7280 bekanntgegeben werden. Es regnet dann hoffentlich nicht. Die dann bereits bekannte Kaffeepause, einmal pinkeln und weiter……

Letzten Endes sollten wir im Jahre 23678, 12 Uhr plusminus Titel/Autor erfahren, der dieses Mal den Buchpreis der Hundsfrühjahrsmesse 2016 erhält.

Der Vorteil: neben der Objektivität, da bin ich sicher, auch das Preisgeld bis dahin zusammengespart zu bekommen, rein rechnerisch.

Der Nachteil: das Ableben von Autor und vermutlich Jury

Der Vorteil: das Preisgeld kann so eingespart werden, es sei denn…..

Nachteil: …..die Nachnachnachnachnachnachnachnachnachkommen klagen es erfolgreich ein.

Der Vorteil: mir ist das dann voraussichtlich alles egal und meine Nachnachnachnachnachnachnachnachnachkommen samt ihrer Anwälte hätten sich darum zu kümmern.

Jetzt aber, begleitend, suche ich für dieses Vorhaben ein paar Blogger, die es nicht scheuen, sich der vvvvvvvlonglist anzunehmen, diese zu besprechen und die Titel bis zum Ende der Veranstaltung und aller Dinge im Gespräch zu halten. Es wird nicht ganz ohne Anstrengung sein, ich weiß, aber es wird sich lohnen, denn diese, die sich der Sache annehmen, werden dann für die Hundsfrühjahrsmesse Freikarten erhalten und hätten uneingeschränkten Zutritt zur Lonsche.

Einzige Vorraussetzung: stabile Physis und ein gewisses literarisches Interesse. Und natürlich keine wichtigen Termine bis dahin. Es ist nämlich keine unernste Angelegenheit.

Also meldet euch! Blogger mit Nachkommen werden nicht bevorzugt. das wird schon irgendwie geregelt.

Obwohl ich mir ja fast sicher bin, dass ich am Ende Marcel Proust wähle. Und wehe, einer schreibt dann, nicht verdient, Skandal, warum nicht Setz, „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ war doch toll, fast so gut wie sein „Viertelstunde zwischen Hund und Cembalo“ oder was er dann, also echt, der Jury hat doch keine Ahnung, aber, was will man von einer Leiche schon erwarten usw. etc…………!!!!

Anmerkung: Bücher, die erst nach dem 01.10.2015 eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden.