Was zu lernen war bzw. ist.

Marillenknödel, Vanillebohnen, Veilchenpralinen, Erdbeere-Chili-Pralinen, Champagner-Rosé-Pralinen, Zitronenpfefferpralinen, Kirsch-Marzipan-Pralinen, Maracuja-Pralinen, Apfelstrudelpralinen, Karamelberg…………..usf. Ich könnte mir einige auf die Hand nehmen und sie mir ins Maul stopfen. Tatsächlich praktizierte ich lange so oder so ähnlich

Jetzt betrachte ich die Theke, treffe eine Auswahl -schwer genug- und zelebriere. Der Genuss endet dabei nicht nach dem Genuss. Ein, zwei Bissen, langsames Zergehen, sich nachfolgende, doch gegenseitig bespielende Aromen. Ich habe Vorlieben. Wichtig aber: Langsam. Und nicht in Haufen. Den Moment zum besonderen Anlass werden lassen. Das nächste Mal vielleicht eine Kaktusfeigepraline? Ganz anders.

Jede Praline an sich genießen. Pausen und Tempo beachten.

Und wie also lesen, da ich jetzt täglich Bücher ins Haus bekomme? Alle auf einmal und irgendwie wie mit dem Pürierstab zu einem Brei zusammengewurstet? Oder trotz der zahlreichen „Pralinen“, nach denen ich greifen könnte -auf die Hand-, weiterhin als Genießer gemach gemach und jedes an sich, auch auf die Gefahr hin, nicht zu einem Ende zu kommen, denn warum sollte ich das wollen.

Und käme also einer, „Was können Sie mir sagen zu diesem, zu jenem Buch?“ und ich müsste sagen, es war noch nicht dran, ich hatte noch nicht die Zeit dafür und er ginge, weil ihn die Antwort nicht befriedigen würde, dann wäre es zwar nicht unbedingt geschäftstüchtig, ich weiß, ich hätte sie alle vorkauen müssen, würde allerdings mir sagen, es wären lediglich Bücher, die ich würde lesen wollen und nicht -ausnahmslos- die ich bereits gelesen habe.

Es ist schwer mit den Empfehlungen. Und ein Vorleser zu sein. Komme dem entgegen. Doch niemals ganz. Aber ein wenig geschäftstüchtig will ich schon werden. Hoffe nur, ich komme ohne Pürierstab aus und darf Genießer bleiben.

Hat lange genug gedauert, das zu lernen. Und lerne noch.

 

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2 Gedanken zu “Was zu lernen war bzw. ist.

  1. Kein Buchhändler kann die Schätzchen, die er offeriert, alle gelesen haben, ist Illusion ,denn er müsste 7 Leben haben. Mit den Pralinen ist das einfacher ☺. Vorschlag : ein Extratisch oder Regal : von mir gelesen und für gut befunden. Ist glaubwürdig und bringt die Bücher an den Mann, die Frau, das Kind, die Herzenssache sind. Ein anderes Regal : von Herrn Hund vorerst nur beschnüffelt, die Kritikermeute ist aber bereits schon begeistert. Ferner ein Regal mit einem grünen sauren Apfel mit einem Sticker : hier die Bestseller, in diesen Apfel muss ein Buchhändler auch beissen.
    Und wie bei den Pralinen : jeder hat andere Vorlieben …Ein weites Feld ☺
    Liebe Grüsse vom Dach und natürlich wünsche ich den Laden voller Käufer sowohl als auch und immer von Beidem.
    Karin

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