Was kommt, kommt

Und zuletzt zu Marcels großer Freude am 09.12. Terézia Mora, die von der „Liebe unter Aliens“ erzählt.

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Ob er neben ihr auf der roten Couch Platz wird nehmen dürfen, wird man sehen. Soweit ist es noch lange nicht.

Denn zuvor -schon am kommenden Freitag den 02.09.– wird, ein Tag nach Neumond, Sebastian Guggolz uns hoffentlich ins „Mondreich“ mitnehmen, wenn er uns Jiri Mahens „Der Mond“ vorstellt.

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Live-Musik wird es geben und ich wahrscheinlich bei „Moonriver“ zu weinen anfangen.

Am 23.09. wird feierlich Deutschlands erster „binooki-store“ eröffnet und eine Woche lang werden bei uns ausschließlich Bücher aus diesem feinen Verlag zu entdecken sein. Zudem wird ein Titel aus dem Programm komplett gelesen werden. Es dauert, so lange es halt dauert und jedem steht es frei, einzusteigen. Schokolade wird’s erleichtern. Und man muss deshalb nicht Türkisch können, um gute Literatur zu erkennen, wenn man sie liest. Mein eigenes ist nur fragmentarisch vorhanden und ich bin nicht mal sicher, ob meine Übersetzung für Fleisch am Drehspieß die richtige ist.

Dann aber und endlich gehört der 11. + 12.11. dem Nougat, Ansprache, Vortrag und vor Allem Verköstigung, die eine Diät meinerseits und vorab notwendig macht. Ich will und werde fit sein für diese zwei Tage.

Es ist Weiteres geplant, aber aus ungelegten Eiern lässt sich kein Omelett machen. Sobald gelegt, wird Bescheid geben. Vielleicht wird Fräulein Schneefeld zur Weihnachtszeit noch etwas zu bieten haben.

Abwarten.

Selbst ganz gespannt.

gez. Herr Hund

Auf der roten Couch. Erzählen Sie.

Vor dunkler Wand in der Ecke, dahinter eine Stehlampe, die rote Couch, noch leer.

Es waren viele Menschen da. (Waren es viele?) Mein Bild ist die rote Couch im Hinterzimmer, noch leer. Ich bin Herr Hund. Wäre ich nur Hund, ein Sprung, die Couch sie wäre mein neuer Lieblingsplatz.

Nehmen Sie Platz auf der roten Couch! Erzählen Sie! Einen Kaffee? Eine heiße Schokolade? Dieses Buch müssen Sie unbedingt lesen. Und machen Sie bitte keine Schokladenflecke!

Ich habe einen neuen Platz. Jetzt wollen wir mal sehen, ob es ein neuer Lieblingsplatz wird. Und wer Platz nimmt auf der roten Couch.

 

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Oder den anderen Sitzgelegenheiten.

 

 

 

Langsames Lesen

Ich geb auf.

Denn anders kann ich es gar nicht. Vor Jahren hatte ich diesen Ratgeber. Und meine Zeiten wurden tatsächlich besser. Klingt das sehr nach Brustschwimmen oder 800-Meter-Lauf? Ein wenig. Nach einer halben Seite pro Minute schneller als vorher kam mir etwas dazwischen. Das tut es noch immer. Ich lese langsam, weiterhin.

Ich kann gut in Excel-Tabellen. Wirklich. Darin bin ich ziemlich fix. Ich liebe Formeln. Das wird für manchen schockierend sein. Es ist nicht zu ändern. Für eine Buchliste braucht man keine Formeln. Nur vier Spalten: Genre, Autor und Titel, den Zeitraum und die Bewertung (1-6 Sterne). Schnell gemacht, voilà!, ich hatte meinen Fahrplan. An den ich mich zunächst hielt. Dann kamen die ersten Verspätungen. Dann war die Liste kein Thema mehr. Selbst für die Sterne fand ich keine Verwendung mehr (bis dahin, zwei Bücher mit sechs Sternen).

Fahrpläne und Ratgeber helfen mir nicht beim Lesen.

Ich werde am besten so lesen, als wäre dieses Buch hier das einzige Buch. Es gibt kein anderes. Nur dieses. Alle Zeit der Welt. Keine Neuerscheinungen, die mich drängen. Rezensionen gibt es nicht. Es ist dick oder nur ein schmaler Band, ein Krimi oder ein Sachbuch über die napoleonischen Kriege, gleichviel. In dem Moment des Lesens ist mir  allein dieses Buch geblieben. Damit muss ich auskommen.

Wenn ich das müsste, wie würde ich lesen? Langsam und sehr genau. Aufhebend würde ich lesen, jedem kleinen Geheimnis würde ich nachgehen. Ich würde dem Buch alle Freiheiten geben, ich hätte ja Zeit. Wo führt es mich hin? Wenn ich mich verlieren würde, ich würde abschweifen, so bliebe das Buch an seinem Platz, an meiner Seite. Es ginge mir nicht verloren.

Jeder wie er ist und es gäbe nur dieses eine Buch, es wäre für jeden ein anderes. Jedes ist ein einziges Buch. (Wie ein Freund)

Zur Zeit lese ich Wilhelm Meister, die Lehrjahre. Ich las sie bereits. Oder doch nicht? Zwar habe ich ein schlechtes Gedächtnis, aber an ein Buch gleichen Namens kann ich mich erinnern. Es ist nicht mehr dasselbe. Meine Gedanken dabei schweifen in eine neue Richtung. Zu einem Buch scheint auch das zu gehören, was nicht darin steht.

Ein gutes Buch ist wie eine warme Decke. Warum würde ich wollen, sie schnell genug wieder abzustreifen – wenn mich friert. Die Winter mögen wechseln, diese Wärme bleibt.

Es gibt die Ebene des Verstehens, der Interpretation, ich weiß. Es gibt eine Ordnung. Wie es Jahreszahlen und Epochen gibt. Das ist Suchen. Nur Bücher können auch einfach gefunden werden. Wie sie daliegen auf dem Weg wie Blätter und Steine.

Ich möchte Bücher so lesen, wie ich sie finde. Flanierend, absichtslos.

Langsam, als wäre die Zeit.

(So irgendwie (ich möchte noch nicht zu viel verraten über das Wie) würde ich es einbringen wollen, in dem, was uns vorschwebt und wir Unterstützung brauchen, nur wäre in dem Bild das Buch wie heiße Schokolade, und ebenso langsam zu genießen. Kann man denn schnell genießen?)