Eine kleine Welt.

Platon
Erinnerst Du dich, Anaxagoras, an Sokrates‘ Worte über den Menschen? Wie nannte er den Menschen?

Anaxagoras
Eine kleine Welt.

Venevitinov_Werke

Zuerst eine Prämisse: Bücher sind Menschen. Sind leise oder laut. Aufbrausend oder sanftmütig. Sind einfache Gemüter oder sehr gescheit. Sitzt so ein Mensch mir gegenüber, kenne ich ihn nicht gleich. Vielleicht habe ich ein Gefühl, eine Sympathie oder ein Unbehagen. Der Mensch oder das Buch mag mich nicht interessieren im ersten Augenblick. Bei Menschen stehe ich dann auf, ein oder zwei höfliche Worte, ich gehe. Er langweilt, ich fühle mich gelangweilt. Das Buch, das stelle ich ins Regal oder lasse ich liegen. Der Mensch bleibt sitzen. Irgendwann nicht mehr. Er hat sein Leben, ich meins.
Dann begegnet man sich wieder, die Umstände sind andere, vielleicht nur ein Temperaturanstieg und weniger Wolken am Himmel. Vielleicht war das Frühstück gut und das Ei nicht zu hart. Vielleicht aber ändert das nichts, man geht aneinander vorbei. Das Buch bleibt weiterhin dort, wo man es hat liegen lassen. Der Mensch, er hat seine Wege. Viele Menschen, viele Wege.
Prämisse zwei: ein Buch ist ein Mensch, der bleibt. Nicht allen Menschen werde ich jemals begegnen, geschweige denn, interessant genug finden, mehr als nur höfliche Worte oder einen Blick zu wechseln. Menschen gehen vorbei. Das ist so. Ich bin auch so ein Mensch, ich gehe vorbei. Und dann sieht man sich nie wieder. Das ist normal. Das ist das Leben. Ich lerne nicht alle Menschen kennen auf diesem Weg.
Prämisse drei: ein Buch ist ein Mensch und eine Möglichkeit, nicht zu achtlos und zu geschäftig, vorbeizugehen, was durchaus praktisch sein kann und zielführend. Doch ab und zu so ein kleiner Halt zu gegebener Zeit, beim ersten Mal, beim zweiten Mal, das Mensch sein beachten, sich für das Mensch sein interessieren, nicht nur für die Zerstreuung, für die Sensation, für die kurze oder lange Dauer einer Verschnaufpause, bevor es einen wieder weiter verschlägt, irgendwohin.

Der Mensch ist eine kleine Welt. Es muss nicht meine Welt sein. Es mag Berührungspunkte geben, am Ende aber ist seine eine ganz andere Welt, die mit meiner Welt kaum zur Deckung kommt.

Prämisse vier: ein Buch ist ein fremder Mensch, mit dem ich mehr gemeinsam habe, als ich annahm, als er an mir vorüberging oder ich an ihm – so sehr er sich auch sonst von mir zu unterscheiden scheint. Seine kleine Welt, meine kleine Welt. Das lass ich gelten.

Dass das schon OK ist, mit den Unterschieden, mit dem Vorbeigehen. Dass man nicht ständig Hände schütteln kann, Innehalten und Nachfragen. Das wäre unmenschlich. Dass man aber erinnert wird, Hoppla Auch Mensch, Wie Man Selbst, das können Bücher ganz gut vermitteln, oft besser, als Menschen selbst.

(Eigentlich hätte das da gar nicht stehen dürfen, sondern lediglich ein bzw. zwei Buchempfehlungen, die zu einem Band von Texten des viel zu früh verstorbenen russischen Dichters  Venevitinov „Flügel des Lebens“ auf der einen Seite, die zu vier schmalen Bändchen der Schlaflosreihe auf der anderen, beides bei Ripperger & Kremers, doch außer dem Zitat von Ersterem gleich zu Beginn, ist nicht viel geblieben. Mich überkam humanistischer Ehrgeiz. Ich darf nämlich, auch da ich als Blogger in erster Linie für mich selbst schreibe, mich von zu Erwartendem entfernen, wie es mir beliebt. Und dass ich mich dabei verlaufe, ist nur scheinbar eine Möglichkeit.
Doch gut, wer’s wissen will, die Lektüre der Bücher ist zu empfehlen. Sie sind von kleiner Art und in dieser so wohltuend fern von jeglicher Sensation und aufdringlicher Aktualität, dass ich alle mit äußerster Behaglichkeit gelesen habe. Und wenn das oben gesagte nur halbwegs stimmt, so hat die Lektüre auch diesen Nutzen. Wem’s wichtig ist.)

Dmitrij Venevitinov – Flügel des Lebens
Schlaflosreihe, hg. von Roman Lach, bislang vier Bände. 

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Das Kartoffelchips-Problem

Weltbuchtag ist jetzt lange her. Leipziger Buchmesse ist lange her. Und die Frankfurter Buchmesse, die war doch letztes Jahr im Herbst, richtig? Den Büchnerpreisträger von 2012 wüsste ich längst nicht mehr, hätte ich ihn gewusst, wenn ich anwesend gewesen wäre. Kann sein. Müsste nachschlagen.

Vom Ishiguro -Gott, wie lang ist das her, wie waren wir jung- ein Zitat geblieben, auf standby:

Es ist wirklich seltsam, wie alle Welt Menschen und Dinge schon am nächsten Tag wieder vergessen hat. Als seien wir alle von einer Krankheit befallen.

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(Kazuo Ishiguro: Der begrabene Riese)

Vielleicht zu lange gewartet. Fragment, ein zwei Sätze von mir selbst:

– Vergiss mich nicht, wenn Du schon bei der nächsten Geschichte bist.

– Das kann ich nicht versprechen.

Ich bin ein lausiger Liebhaber, darüber hinaus. Mehr wird’s nicht. Und das bleibt dann übrig, im Speicher. Die Liebschaften, es scheint nicht so, sie tragen’s mir nach.

Schöne Bücher, erinnere ich mich bruchstückhaft, möglicherweise verfälscht, sollten keine allzu großen Leerstellen haben, nicht zu viel Weiß zwischen Worten und Sätzen. Es könnten die Gedanken viel zu leicht hindurchschlüpfen. Die Konzentration, sie litte. Es wäre kein angenehmes Lesen.

Und zwischen Büchern, kommt, geht, kommt, geht, kommt, ist auch kein Platz, der stört. Dicht drängeln sie sich, mir auf. Sie füllen und schleppen mich ab. Was ist an mir, dass Bücher nicht von mir lassen können? Das Besondere? Das Charismatische? Mein Intellekt kann es nicht sein. Mein Aussehen nützt ihnen nichts. Wollen sie am Ende nur nicht alleine sein, die eine Nacht lang, ein ganzes Wochenende.

Aber was ist’s an ihnen, dass ich nicht lassen kann, immer wieder für Momente ihre Nähe suche? Warum stopfe ich mit vollen Händen Kartoffelchips in mich rein? Ich weiß, so isst man nicht. Ich weiß, vieles Andere ist sehr viel bekömmlicher, von höherem Genuss. Aber wissen ist nicht essen. An nichts denke ich so oft, wie an Kartoffelchips. Und werde bloß fett und bekomme unreine Haut.

In mich hinein, laut, mit vollen Händen. Will dabei nicht gestört werden, nichts teilen. Alles für mich allein. Dann ist die Tüte leer, kurze Depression und neues Hungergefühl. Der eigentliche Film hat noch nicht mal angefangen.

Lese ich auch so? Und nur ich? Sind Bücherregale nur riesige Schüsseln von Chips. Die allerdings niemals sich leeren bis zu einem Grund. Der Kopf wird fett, der Hunger bleibt. Die Unterschiede, was man liest, sind marginal. Nur immer weiter lesen möchte man.

Auf Büchern steht nicht, wie groß die Portionen sein sollten. Zehn Seiten, Hundert, dann lass es auf dich wirken. Lass es doch erstmal ankommen – bei Dir.

Für Kartoffelchips gibt es mittlerweile die Portionsangabe. Absurd.

Es gibt kein Gedächtnis für Kartoffelchips.

Schiefe Bilder / Nr.30: Bücher vs. Biomasse

(Anmerkung – Ich steige ein mit dieser Serie bei Bild Nr.30, da ich mir bewusst bin, ganz sicherlich schon so einige schiefe Bilder an diese Wand hier genagelt zu haben. Ich sage, es waren bislang 29, doch wahrscheinlich waren es bereits weit über hundert. Aber da soll jeder selbst nachzählen. Ich darf nur sagen, dass schiefe Bilder im Vergleich zu den nicht schiefen den Vorteil haben, dass man sie, um die gerade Ordnung wieder herzustellen, wenigstens einmal in die Hand nehmen muss. Die geraden Bilder, die hängen einfach rum und verstauben. In meinem eigenen kleinen Reich hängen mittlerweile so viele schiefe Bilder, will mir scheinen, dass mir ganze Tage, habe ich nur die Augen offen, ganz schummrig und seekrank ist.)

Das Bild: ganz links mein Gehirn, durchschnittlich groß, durchschnittlich leistungsfähig, durchschnittlich anwesend und möglicherweise Sitz meiner Seele.

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Rechts nun eine aggressive Masse an Büchern, Welle auf Welle, Frühjahr-Herbst-Frühjahr-Herbst-usw., Jahr für Jahr, und im Grunde alle tot, bewegen sich auf mich zu und während ich sie zu verschlingen glaube, sind es doch sie, die mich verschlingen, mein Gehirn.

Früher, da gab es die Warnung, wenn du das zu häufig machst, wirst du blind oder blöd. Was kann man da machen? Solange es währt, verschafft es Befriedigung. Ist man fertig …

Nächstes Level. Mehr & mehr, immer schwieriger

 

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Man setzt ihnen Leben entgegen, ich will nicht, will nicht, will nicht, gehe lieber in den Zoo, kümmere mich um den Garten, habe einen Freund, aber sie fressen alles auf.

 

 

Manchmal, ja, da gewinnt der Zoo, der Garten und der Freund, da triumphiert das Leben über die Bücher, aber am Ende, es sind deren ja so viele, da bekommen sie dein Gehirn und du bist zwar voller Zitate und Weisheiten im hohlen Kopf, aber der Garten ist verödet, der Zoo geschlossen, weil alle Tiere verendet und der Freund, der ist mit deinem Fräulein nach Florenz.

Aber du, du kannst wenigstens alle Pulitzer-Preisträger aufzählen. Und Knausgard hat dir ein Buch signiert. Du kannst es belegen. Der Name steht zwar auf dem Kopf, aber es ist seine Handschrift.

Das, so viel anderes, das ist es wert, am Ende kein Gehirn zu haben – und möglicherweise unbeseelt zu sein. Ist das OK?

The_Zombies_Ate_Your_Brains[1]

Bitte hier klicken und weiterlesen.

 

 

Lukas Bärfuss / Hagard / Wallstein Verlag

Wie ein Bauplan oder eine Faltkarte eines Streckennetzes einer x-beliebigen Großstadt liegt eine Geschichte nicht ausgebreitet vor einem da. Man kann schon die einzelnen Seiten aus dem Buch heraustrennen, auf einem Tisch, der groß genug ist nebeneinander legen und sein Inhalt offenbare sich dennoch nicht in Gänze vor einem: da der Anfang, die Höhepunkte da und dort, den Verwicklungen hier folgen, der Schluss rechts unten, wo Ende steht.  Ein Buch ist keine Anweisung und kein Ratgeber für’s Leben und natürlich sind damit die erzählenden und dichtenden Bücher gemeint; es gibt andere zur Aufzucht von Ziervögeln etc., die direktere Hilfe anbieten mögen.

Ich las, weil ich lernen wollte, und ich hatte deshalb nichts verstanden, weil es bei Walser nichts zu lernen gab.

Schreibt Bärfuss über seine Lektüre von Robert Walser, seinem Schockerlebnis. (in Stil & Moral: Der Augenblick der Sprache) Und schließt darin:

Seine Literatur fragt mich nicht, wer ich bin, was ich kann, was ich gelesen habe oder wie groß mein Wissen ist. Sie fragt mich bloß: Bist du bereit? Willst du sehen?

Ich wusste zunächst nichts anzufangen mit Lukas Bärfuss‘ Roman „Hagard“ und wahrscheinlich nichts mit all den anderen Büchern, die ich bislang gelesen habe, was ich einfach sagen kann, denn es ist der große Vorteil eines Blogs, im Grunde alles sagen zu können und ansonsten unverständlich zu bleiben, folge man nur gewissen grammatischen Regeln und gebe nichts darauf, keine allzu große Resonanz zu erzeugen.

Wusste nichts anzufangen und meine damit, dass ich ihn mit größter Freude gelesen habe, diesen grandios gescheiterten Roman, der auf nichts hinausläuft. Und natürlich hätte ich in der Erzählung von einem Mann, der aus der Menge heraus eine Frau entdeckt und ihr folgt, dabei seine herkömmliche Existenz auf’s Spiel setzend, dem es aber nie gelingen mag, ihr Gesicht zu sehen, sonstwelche Krisen, die des Mannes im mittleren Alter oder die ganz große der Jetztzeit, die es verlernt hat, im Moment aufzugehen, stattdessen an der digitalen Leine durchs Leben (sic!!!) geführt wird, lesen können. Wäre möglich gewesen, es so zu lesen und wahrscheinlich weitaus richtiger. Ich könnte sicherlich die seltsamen Brüche und Perspektivenwechsel ansprechen, als hätten etwa zur Mitte des Buchs die Autoren erstmal ein halbes Jahr gestreikt und andere hätten dann das Buch weitergeschrieben.

Aber das muss mir nicht wichtig sein. Nicht die Midlifecrisis, nicht die Zivilisationskritik, nicht Brüche und Bärfuss‘ Sprachvirtuosität. Mich beschäftigt vielmehr die Frage, warum der Mann sich auf der Rolltreppe, als er endlich die Frau ein- und überholt hat, es nicht fertigbringt, sich umzudrehen und ihr ins Gesicht zu sehen.

Drehst du dich um, Orpheus, verschwindet sie.

Mir geht es mit Büchern so ganz ähnlich. Wie ein Getriebener folge ich ihnen, hole sie ein, verstehe etwas, deute, sie verschwinden. Und auch etwa ein Bärfuss schreibt, um sich einer Sache zu vergewissern, aber diese entzieht sich permanent, derweil das Leben weitergeht.

Wenn Du ihr Gesicht siehst, wirst du alles wissen und nichts mehr erfahren. Du wirst ihr Gesicht entschlüsseln. Du wirst deuten. Und wenn du deutest, dann siehst du nichts mehr. Du wirst wissen, was sie denkt. Wie sie die Welt anschaut. Du wirst verstehen, aber du wirst nicht mehr sehen. In allen Dingen muss ein Geheimnis bleiben, das uns zum Sehen bringt. Was wir verstanden haben, ist verloren.

Ein Autor (Dichter, wer will), weiß nicht, will wissen, scheitert am Ende immer, jedoch nicht, solange er schreibt, solange er im „Augenblick der Sprache“ (Stil & Moral, S.59) sich befindet.

So lese ich „Hagard“, als eine Geschichte des Moments, durchaus lebensgefährlich, eine Geschichte des Scheiterns, aus der nichts hervorgeht, weil sie schon immer vorbei ist, wenn sie erzählt wird.

Was lernen wir daraus -dennoch-? Für das Lesen, für das Leben vielleicht:

Es gibt nur den wahrgenommenen Moment, ob schön oder hässlich, das ist einerlei. Diesen Moment können wir nicht konservieren, seine Essenz nicht zusammenfassen, wir können bloß versuchen, aufmerksam zu sein, bereit, offen, leer. (Stil & Moral)

Nehme es mir zu Herzen. Mehr geht nicht.

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Lukas Bärfuss: Hagard, Wallstein Verlag 2017 / Lukas Bärfuss: Stil & Moral, Wallstein Verlag 2015

Hinübergehend zu einem weiteren Beitrag, weiterführend, bitte hier entlang, zu literaturleuchtet.

 

 

 

 

 

 

Herr Hund macht Häufchen

Wenn die Zeit (genug davon) gekommen ist, mache ich Häufchen. Doch bevor der Gedankengang des Lesers dieser Zeilen ins Abartige rutscht -schämen Sie sich!-, sei er darüber einmal aufgeklärt, dass mir in Bezug auf Bücher das Wort „Häufchen“ passender erscheint, weil poetischer, als das meist verwendete Wort „Stapel“. Das klingt nach Aktenberg und Amt, nach Lagerlogistik und Supermarkt. „Häufchen“ hat dagegen etwas Natürliches an sich, etwas Verspielt-Kindliches und es lässt sich gut dabei eine Menge an Laub vorstellen, bunte Blätter, in die, zusammengebracht, man mit allergrößter Lust springen möchte – wer das noch kann und sich dessen nicht schämt.

Es bleibt vor allen Dingen unverbindlich, nichtsdestotrotz mit einem Ernst verbunden, wie man ihn nur findet, wenn man richtig zu spielen versteht.

Was mir zugegebenermaßen selbst nicht immer gelingt. Viel Kind ist in mir, ebenso aber auch ein braver deutscher Sachbearbeiter. Schön deshalb, die Freude groß, die Mühe klein, wenn ein Anderer sich meiner erbarmt und mir die Häufchen bereitet, da ich dann nur springen muss und tollen und nicht mit Vernunft und Sachverstand erst auswählen; ich habe diesbezüglich schon oft mein Fräulein gequält. Auch weil ich wie der bekannte Esel zu keiner Entscheidung fähig sie mit größter Dringlichkeit und ständig neuen Erwägungen angefleht habe, sie möge mir diese Entscheidung bitte abnehmen. Wobei zu sagen ist, dass oft genug ich mich über diese Entscheidung hinweggesetzt einfach ins nächstbeste Buch gestürzt habe, ohne dass ich dafür Gründe angeben könnte, doch bin ich mir sicher, es war nicht Trotz.

Es ist schlimmer geworden, die Zahl an möglichen Häufchen sind um ein Vielfaches angewachsen, die Gründe, (das Richtige) lesen zu müssen, haben sich mindestens verdoppelt, gleichzeitig hat sich aber die Zeit, da ich mich einfach hineinstürzen könnte, mit Sinn, erheblich reduziert. Ich sehe mich von meinem Vorhaben noch vom Sommer weiter entfernt als jemals, die internationale Elite im Viellesen konnte ihren Abstand sogar vergrößern.

Reporter: Herr Hund, Sie sind mit dem Anspruch in die Saison gegangen, aufzuschließen, mit dem ein oder anderen Buch sogar aufhorchen zu lassen. Sehen Sie Ihre Ziele erreicht?
Herr Hund: Weder noch. Das Gegenteil ist eingetreten.
Reporter: Aber Sie haben durchaus die ein oder andere Neuerscheinung….
Herr Hund: …aber selten mit dem Ergebnis, dass ich hätte zufrieden sein können. Es wäre normal, jetzt das gesamte Trainerteam und das Management auszutauschen, das Problem ist aber, ich lese schon immer allein. Da ist kein anderer, nur ich.
Reporter: Was wollen Sie machen?
Herr Hund: Ich schau mir das jetzt noch bis Saisonende an. Zum Glück bin ich Amateurleser und muss nicht davon leben. Im Sommer jedoch werde ich bilanzieren und falls es einfach nicht reicht, dann …… ich töpfere zum Beispiel sehr gern, vielleicht kann sich da was entwickeln.

(Falls Sie das komplette Interview lesen wollen, überweisen Sie monatlich meine Lebenshaltungskosten mit dem Kennwort „Mehrvonherrhundweilsonstmachtdaslebenkeinensinn“ an Volksbank Lüdenscheid, IBANDE12345000000000000)

Druck Druck Druck, der Gedanke, dass man kein Schnellkochtopf ist, lässt sich nicht einfach austreiben.

Jetzt ist Winterpause, in der Woche von 01.01.2017 bis 08.01.2017 bin ich im Trainingslager  auf Usedom. Und für dieses Lager habe ich dieses Mal selbst ein paar Häufchen vorbereitet. Eines davon würde ich mitnehmen. In einem davon würde ich mich austoben. Ansonsten die Möwen am Strand ärgern und an Fischbrötchen knabbern. Wenn es mir gelingt, gestärkt aus den Trainingseinheiten zu kommen oder aber endlich diesen ganzen Quatsch bleiben zu lassen und einfach nach meiner Natur herumzutollen, denn letztlich kommt es nicht darauf an, irgendeinem Standard zu entsprechen, dem derer, die nie Ich sagen, sowie derer, die gescheit sind, aber es nur „als Hobby“ betrachten, denn passen muss  es zu einem selbst, zu dem tief tief drinnen. Da ist ein Ich, aber doch auch ein wenig mehr.

Meine Häufchen sind, wie folgt – gerne nehme ich hier Empfehlungen entgegen, wenn auch nicht verbindlich:

A. Internationales Häufchen I 

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B. Amerikanisches Häufchen:

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C.Deutschsprachiges Häufchen:

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D.Japanisches Häufchen:

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E.Französisches Häufchen (+ vorbereitende und begleitende Lektüre):

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F.Internationales Häufchen II:

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Und G. Nichts davon und lieber ein paar Comics und ansonsten mit dem Gestreiften auf Aventiure gehen.

Also? Was soll ich lesen? Soll ich lesen? Warum?